"Klangvielfältig wie du hier gewirkt hast, so erklingt es an deinem Abschiedsabend." Mit diesen Worten begrüßte Pfarrerin Anette Simojoki in der Erlöserkirche den scheidenden Dekanatskantor Martin Wenzel an seinem Verabschiedungsgottesdienst. Neun Jahre hat Martin Wenzel im evang.-luth. Dekanatsbezirk Bamberg als Dekanatskantor gewirkt; zum 1. Dezember verließ er diesen Dienst sowie den Dienst als Kantor an der Erlöserkirche, von denen ihn Dekan Hans-Martin Lechner im Gottesdienst entpflichtete.

"Du wolltest am liebsten alle zur Musik bringen", so Pfarrerin Dorothea Münch. Sie nahm mit dem gesamten Erlöserkirchen-Leitungsteam die Besucher auf eine kleine Reise mit, die Martin Wenzels vielfältige Aufgaben launig, interaktiv und sehr musikalisch darstellte: Orgelspieler und Orgellehrer; Leiter des Kantatenchors der Erlöserkirche und des dortigen Kinderchores sowie für einige Zeit auch Leiter der Schulchöre der Bamberger Rupprecht- und der Graf-Stauffenberg-Schule; Blechbläser bzw. Leiter von "La Brasserie", des Erlöser-Posaunenchores, des Dekanatsposaunenchores und der oberfränkischen Blechbläsergruppe "Blechreiz"; Bandgründer und Bandmitglied; Organisator verschiedenster Konzerte und ein "Musiker der Vernetzung". Mit diesen Worten charakterisierte Dekan Lechner Martin Wenzels Engagement: Als Dekanatskantor habe er viele Chöre zusammengebracht, unter anderem regelmäßig die Kantorei St. Stephan mit dem Erlöser-Kantatenchor an den zentralen Reformationsgottesdiensten des Dekanats. Große Konzerte wie "Das Weihnachtsmusical" oder "Träumende Bäume" mit der Kantorei Bayreuth St. Georgen oder die Aufführung der Friedensmesse in der Bamberger Konzerthalle mit diversesten Beteiligten brachte er nicht nur auf den Weg, sondern gestaltete diese aktiv mit.

Eine Herzensangelegenheit war dem "begnadeten Bläser", so Dekan Lechner, das Projekt "Nachwuchsbläser" im Dekanatsbezirk Bamberg. 30 Bläser hat er im Rahmen dieses Projekts ausgebildet, die nun die Posaunenchöre in den Kirchengemeinden des evangelischen Dekanats verstärken. Auch den Gottesdienst gestalteten noch einmal viele der Musiker, die Martin Wenzel während seiner Bamberger Zeit begleitet hat, und verabschiedeten sich auf diese Weise vom Dekanatskantor. Beim anschließenden Empfang dankte unter anderem Dritter Bürgermeister Wolfgang Metzner im Namen der Stadt Martin Wenzel für sein Engagement: "Sie haben vielen Menschen die Möglichkeit gegeben, Leidenschaft für das Musizieren zu entwickeln." Gleichzeitig betonte Metzner, dass das kirchliche Leben sehr wichtig für die Kommunen und die Gesellschaft sei, um das Leben in der Stadt positiv gestalten zu können.

Dank- und Abschiedsworte hatten auch der Dekanatsposaunenchor, "La Brasserie", der Kirchenvorstand der Erlöserkirche und das hauptamtliche Leitungs-Team der Erlöserkirche, Dekanatskantorin und Kollegin KMD Ingrid Kasper und nicht zuletzt Martin Wenzel selbst. Als Rummelsberger Diakon wurde Martin Wenzel zum 1. Dezember in den allgemein kirchlich und diakonischen Dienst entsandt. red