Viele sind gekommen, um sich seine Geschichte anzuhören: Umeswaran Arunagirinathan kam als minderjähriger unbegleiteter Flüchtling aus Sri Lanka und ist heute Arzt und deutscher Staatsbürger. Auf Einladung des Büchereiteams Ramsthal las er im Pfarrheim St. Vitus Ausschnitte aus seinem zweiten Buch "Der fremde Deutsche".
Mit einer bewundernswerten Offenheit berichtete er von ganz persönlichen Einsichten und Erlebnissen. Er erzählte von seinem Patenkind Oskar, dem er auch das Buch gewidmet hat. "Als gläubiger Hindu ist es für mich etwas Besonderes, Taufpate eines katholischen Kindes zu werden", sagt er.
Wie das möglich ist, erzählt er und beschreibt seine Rolle als Pate: "Es ist meine Aufgabe als Patenonkel, Oskar auf seinem Weg zu begleiten und zu beraten und sein Selbstbewusstsein zu fördern. Ich möchte, dass er zu einem offenen Menschen, ohne Grenzen von Kultur und Religion, heranwächst. Dafür sorgen, dass er den Mut nicht verliert, wenn Hindernisse auftauchen."
Er selbst musste selber viele Hindernisse überwinden, hat immer wieder den Stempel des Fremden aufgrund seiner Hautfarbe aufgedrückt bekommen.


Versöhnliche Kraft

Umes steckte alle Zuhörer mit seiner optimistischen, liebevollen und versöhnlichen Kraft an. Der Arzt und Autor plädiert dafür, sich mehr auf das Positive zu konzentrieren. Er will nicht nur Teil der Gesellschaft sein, sondern diese auch mitgestalten. Es gibt viele tolle Menschen und Erfolgsgeschichten, durch deren Beispiele wir alle lernen können - Deutsche genauso wie die Fremden. red