Seit Jahrzehnten bemüht sich der Markt Burgebrach um den Bau der Ortsumgehung (B 22) von Mönchsambach. Nun könnte ein erster Schritt gelingen, berichtete Erster Bürgermeister Johannes Maciejonczyk (CSU) in der jüngsten Ratssitzung. Dazu informierte Baudirektor Uwe Zeuschel vom Staatlichen Bauamt Bamberg, dass die Umgehung von Mönchsambach als Projekt bei der Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplanes angemeldet wurde. Nach einer Kostenschätzung aus dem Jahr 2013 würde der Ausbau der 1,34 km langen Strecke rund 4,2 Millionen Euro kosten. Die Maßnahme wurde vom Bund als "weiterer Bedarf" bewertet, d. h. bis zum Jahr 2030 werden dafür keine Mittel zur Verfügung gestellt werden können. Das Staatliche Bauamt ist deshalb auch nicht berechtigt, eine Planung vorzunehmen. Allerdings könnte der Markt Burgebrach die Planung vorab in die Wege leiten. Dazu sind Voruntersuchungen mit der Grundlagenermittlung erforderlich. Es ist zu prüfen, ob die bereits abgemarkte Trasse ausreicht, und benötigte Flächen von den Eigentümern zur Verfügung gestellt werden. Dann folgt ein technischer Vorentwurf mit Ermittlung der Kosten, der Ausgleichsflächen, der Anzahl der Brückenbauwerke usw.


Erhebliche Verkehrszunahme

Im Anschluss ist dann ein Bebauungsplan aufzustellen und ein Wasserrechtsverfahren zu beantragen. Der Markt Burgebrach müsste dafür geschätzte 330 000 Euro aufwenden. Es sei durchaus möglich, dass der Bund die Finanzierung vorziehen könnte, wenn die Planung bereits steht.
Nicht zuletzt durch den neuen Baumwipfelpfad bei Ebrach wurde eine erhebliche Zunahme des Verkehrs beobachtet. Für den Gemeindeteil Mönchsambach bedeutet die Umgehung eine große Entlastung, so auch die einhellige Meinung im Marktgemeinderat. Im Vergleich zu den Baukosten sei der Planungsaufwand es wert, dieses Projekt endlich anschieben zu können. Sollte sich während der Planungsphase herausstellen, dass unüberwindbare Hürden dem Projekt im Wege stehen, könne der Markt Burgebrach jederzeit die Planungen stoppen, so der Bürgermeister. Die Räte fassten einstimmig den Beschluss, die Planungskosten vorzufinanzieren. Maciejonczyk: "Nach intensiven Gesprächen ist die Tür in diesem Projekt ein Stück weit aufgegangen. Nun wollen wir alles dafür tun, den Fuß in diese Tür zu setzen und letztlich auch durchzugehen."