Am Stecker-Exponat verbinden Lena, Lara und Alina elektrische Systeme miteinander. Eine Station weiter steuern und bedienen Naima und Luisa Programmierbausteine an drei parallel laufenden Aufzugkabinen. Die Schülerinnen der Klasse 8 a der Siegmund-Loewe-Realschule durchlaufen gerade Experimentierstationen des Infotrucks der bayerischen Metall- und Elektro-Industrie, der Station am Schulzentrum macht.

Lena, Lara und Alina wissen noch nicht genau, wohin es für sie einmal beruflich gehen soll. Gerade an solche noch unentschlossenen jungen Leute richtet sich der Infotruck.

Der Truck wird im Lauf der Woche von nahezu allen Schulen des Schulzentrums besucht, aber auch darüber hinaus zum Beispiel von der Maximilian-von-Welsch-Realschule.

"Nur die wenigsten Schüler wissen auf Anhieb, welchen Beruf sie erlernen möchten", weiß Mike Bayerl, der mit Jana Vygodianska die Schulklasse begleitet und berät. In Deutschland gibt es über 400 anerkannte Ausbildungsberufe und jedes Jahr kommen neue dazu. Den Überblick zu behalten und den richtigen Ausbildungsbereich herauszufinden, ist nicht einfach.

Der Infotruck möchte als Bindeglied zwischen Schule und Wirtschaft Jugendliche bei ihrer Suche nach dem für sie richtigen Beruf unterstützen und für die Branche begeistern. "Den perfekten Beruf gibt es nicht; aber einen, der für euch passt. Ein cooler Job, der Geld und Abwechslung bringt, aber auch Zeit für Freizeit und Familie lässt", meinte Bayerl. Das A und O für die Wahl des richtigen Berufes sei es, gut informiert zu sein.

Mit der Mittleren Reife könnten die jungen Leute in jedem der 50 Ausbildungsberufe der Branche anfangen. Die seien natürlich auch für Mädchen geeignet - wie beispielsweise für Luisa und Naima, die schon konkrete berufliche Vorstellungen haben. Luisa möchte Astronomie studieren, Naima Mechatronikerin werden - sehr zur Freude von Bayerl: "Frauen sind im technischen Bereich eh besser als Männer. Warum weiß keiner!"

Anwendungen begeistern

Der Infotruck mit zwei Etagen und insgesamt 80 Quadratmetern bietet Platz für eine ganze Klasse. Dabei steht der Spaß am "Selber-Erleben" im Vordergrund. In Gruppen durchliefen am Montag die 28 Achtklässler die Stationen, an denen modernste Multimedia-Anwendungen für zielgruppengerechte Ansprache sorgen. M+E-Branchen und Produkte in ihrer ganzen Breite: So empfängt die Bildschirmgalerie jeden Besucher. Weiter geht es am 3D-Monitor mit einer Liveschaltung in verschiedene M+E-Unternehmen zu jungen Beschäftigten.