Mit einem Krippenspiel der etwas anderen Art trat die Stettfelder Freilichtbühne beim 20. Jubiläum der Vierether Krippenfreunde auf.

"Krippengeflüster" hieß das Stück, das Christian Ziegler aus Stettfeld eigens dafür geschrieben hat. Unter der Regie von Maria Egglseder werfen darin fünf Krippenfiguren einen ironischen Blick auf die Veränderungen, denen die Weihnachtszeit unterworfen ist. Dabei gab es für die Zuschauer viel zu lachen, auch wenn sich der eine oder andere nachdenkliche Zwischenton daruntermischte.

In der Zeit geblättert

"Früher is die Weihnachtszeit am ersten Advent anganga", stellten Ochs und Esel (Andrea Ullrich und Maria Egglseder) fest und Josef (Udo Busch) ergänzte: "Und heut is es Ends August."

Nur Maria (Christine Krug) hatte ein Einsehen: "Da kannst du den Leuten jetzt keinen Vorwurf machen. Ab Allerheiligen kriegst du ja fast nix mehr, damit Platz für die Osterhasen ist."

"Für ein Butterbrot verramscht"

Auch dass die Krippe der Oma bei der Haushaltsauflösung nicht mehr die Wertschätzung erfährt wie der Markenstaubsauger und das zugehörige Haushaltsgerät, war ein Thema: "Das haben sie gleich heimgeschleift und uns für ein Butterbrot verramscht."

Einzig der Engel (Manuela Leicht) konnte noch jeder Situation eine positive Seite abgewinnen. "Solange es solche Leute wie die Krippenfreunde gibt, wird Weihnachten auch immer das Fest der Liebe bleiben, auch wenn's von allen Seiten unter kommerziellem Beschuss steht", stellte der Engel fest.

Dem konnten der Hirte (Michael Then) und Balthasar (Christian Ziegler) nur zustimmen, denn: "Im Zentrum des ganzen Trubels sollte ja sowieso was ganz anderes stehen". Mit dieser versöhnlichen Note endete das Stück und die Stettfelder wurden für ihre Darbietung mit viel Applaus belohnt. cz