101 Jahre alt wurde jüngst Kunigunda Staudt. Sie wuchs in der Kaimsgasse auf und engagierte sich schon als Mädchen in der Katholischen Jugend in St. Gangolf. Ab 1933 arbeitete sie als Zuschneiderin. Nach dem Krieg stand sie nach nur kurzer Ehe mit zwei Kindern zunächst ohne Versorgung da. Sie arbeitete dann bei der Firma Annigret Heinen und wurde 1959 Betriebsleiterin. 1962 legte sie ihre Prüfung als Industriemeisterin in Nürnberg ab. Bei der IHK Oberfranken war sie jahrelang Prüfungsvorsitzende im Bereich Damenoberbekleidung. Später arbeitete sie bis zu ihrem Ruhestand bei der Firma Quelle als Reise-Inspektorin.

Im Stadtteil Süd-West baute sie gemeinsam mit Pater Titus den Altenclub "Zweite Blüte" auf und bot für die dort lebenden Senioren ideenreiche Programme von Gottesdiensten, besinnlichen Stunden, Diavorträgen und Ausflügen. Kunigunda Staudt war Mitglied im Seniorenbeirat und im Kirchenrat der Pfarrei St. Urban. Außerdem erhielt sie 1993 die Ehrenmedaille des Altenburgvereins. 1997 wurde ihr das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten verliehen. Bürgermeister Christian Lange (CSU) gratulierte der Jubilarin im Namen der Stadt zum Geburtstag. red