90. Geburtstag beging am gestrigen Montag Michael Müller. Dem Eltmanner "Urgestein" gratulierten zwei Töchter und zwei Söhne, sechs Enkel und vier Urenkel. Die Glückwünsche des Landkreises Haßberge und der Stadt Eltmann überbrachte Bürgermeister Michael Ziegler und die der katholischen Kirchengemeinde der Pfarrvikar Michael Weck.
Der Jubilar heiratete 1951 seine Frau Ingeborg, die dann an der damaligen Hauptschule als Sekretärin beschäftigt war. Sie ist allerdings 2008 gestorben. Michael Müller lernte nach seiner Schulzeit bei Kugelfischer in Schweinfurt den Beruf des Werkzeugmachers und fuhr dabei jeden Tag mit der Bahn zu seiner Arbeitsstelle. Die Lehrzeit dauerte damals vier Jahre. 1943 wurde er zum Reichsarbeitsdienst eingezogen und geriet in Frankreich ein halbes Jahr lang nördlich von Paris in die Gefangenschaft der Amerikaner. Danach nahm er seine Arbeit bei Kugelfischer bis zu seiner Rente wieder auf, ließ sich allerdings nach Eltmann versetzen und war in verschiedenen Tätigkeitsbereichen eingesetzt, zuletzt auch in der Automatentechnik.
Auch kommunalpolitisch betätigte sich Michael Müller und war von 1969 bis 1978 Stadtrat in Eltmann. In der ersten Periode rückte er für den erkrankten Lothar Kolbert nach, wurde dann aber erneut in den Stadtrat gewählt. Bürgermeister Michael Ziegler dankte ihm deswegen für seinen ehrenamtlichen Einsatz und für alles, was er für die Stadt geleistet habe.
In seiner Freizeit liebte es das "Geburtstagskind", mit Freunden Wanderungen rund um Eltmann zu unternehmen, wozu natürlich auch eine Einkehr gehörte. Dies hat im Alter zwar nachgelassen, aber der Weg hinaus zum Friedhof gehört auch heute noch dazu, weil man hier mit Frauen und Männern immer wieder ins Gespräch kommt. Der Tagesablauf beginnt für Michael Müller aber mit einer gemütlichen Kaffeestunde, bei der das Lesen der Tageszeitung im Mittelpunkt steht. gg