Elmar Schmitt hat Enormes für das öffentliche Leben geleistet, sich an vielen Ecken und Enden unermüdlich eingebracht, vor keiner Arbeit gescheut und gerne Verantwortung übernommen. Zwei große Operationen, eine schwere Krankheit schienen eigentlich überwunden, der Blick wurde wieder zuversichtlich, doch dann schlug das Schicksal erneut zu. Am Freitag, 26. Oktober, starb Elmar Schmitt im Alter von 69 Jahren.

"Auf jedem Schiff, das dampft und segelt, ist einer, der die Sache regelt." Dieser Spruch trifft auf den gelernten Verputzer zu. Ihn fand man stets auf der Kommandobrücke. Er war treibende Kraft bei vielem und hat tatkräftig angepackt.

Seinen Dank hat ihm dafür auch der Markt Burkardroth gezollt - und das zwei Mal: 2005 mit der Verleihung der gemeindlichen "Silberskulptur" für langjähriges Ehrenamt und 2014, als erstmals langjähriger aktiver Feuerwehrdienst ins Rampenlicht gerückt wurde. Da war er einer von vier Personen, die eine entsprechende Würdigung erfuhren.

Der Brandschutz war Elmar Schmitts Leben. 1966 trat er in die Freiwillige Feuerwehr Wollbach ein. Bei den Floriansjüngern war er von 1971 bis 1994 im Vorstand und hatte alle Positionen vom Löschmeister bis zum stellvertretenden Kommandanten inne. Von 1979 bis 1988 fungierte er als stellvertretender Vorsitzender und danach bis 1994 als Erster Vorsitzender.

Er erreichte sämtliche Leistungsabzeichen, war Maschinist, Funksachbearbeiter, Atemschutzgeräteträger/-wart, Gerätewart und Gründer der Damengruppe. Von 1999 bis 2015 stand er als Vorsitzender der Freiwilligen Feuerwehr Burkardroth vor, die ihn 2014 zum Ehrenvorstand ernannte.

Von 1989 bis 2000 bekleidete Elmar Schmitt das Amt des Kreisbrandmeisters und war für den gesamten Markt Burkardroth und seine zwölf Wehren zuständig. Den Verantwortlichen in der Gemeinde war er ein verlässlicher und versierter Berater. Die Sicherstellung des Brandschutzes, der Schutz von Menschenleben stand bei ihm an oberster Stelle.

Im Einsatz für die Feuerwehr

Beharrlich verfolgte Elmar Schmitt sein Ziel, den Bestand der Freiwilligen Feuerwehren zu erhalten. Kaum eine Versammlung, bei der er nicht dafür warb, dass die Feuerwehrvereine tragende Pfeiler der Gesellschaft seien und es ohne freiwillige Helfer nicht funktioniere.Von 1974 bis 2012 fungierte er als Schiedsrichter für die Feuerwehren im gesamten Landkreis.

Kommunalpolitisch war Elmar Schmitt bei den Freien Wählern daheim und Mitglied unter anderem beim TSV Wollbach und beim Radlerclub. 17 Jahre lang (von 1985 bis 2002) fungierte er als stellvertretender Vorsitzender des Ortsverbandes IG-Bauen-Agrar-Umwelt und zwei Jahre als Vorsitzender beim Vereinsring. Seine Handschrift erkannte man beim Fasching, insbesondere bei den Bunten Abenden. Charme und "Pfiff" zeigten alljährlich die individuell gestalteten Orden.

Bei den Wallfahrten zum Maria Ehrenberg trug Elmar Schmitt immer einer der Fahnen. Er half, wenn es galt, die Wallfahrer aus Würzburg und Aura bei ihrer Rast in der Pfarrei zu verköstigen. Besonders am Herzen lagen ihm das "Glöckle" und die "Sieben-Schmerz-Kapelle". Für beide hat er sich - gemeinsam mit seinem Schwager Werner Schwab - ein halbes Jahrhundert lang verantwortlich gefühlt. Immer wenn es etwas auszubessern galt, etwas abgeblättert war oder die Fassade gelitten hatte, war er verlässlich mit Leiter, Kelle, Holz- und Filzscheibe, Pinsel, Bürsten und frischer Farbe vor Ort.

Eine feste Bank war der Verstorbene ferner, wenn die Mai- und Kirmesbäume aufgestellt wurden sowie im Gremium, das die Märkte vorbereitet, beim Orientalischen Basar und ebenso bei der Wöllbicher Kirmes.

Privat gern in den Bergen

Im Jahr 1994, beim historischen Dorffest "750-Jahr-Feier Wollbach", brachte sich Elmar Schmitt im Leitungsgremium ein. Im Ruhestand versah er im Schloss Aschach als Aufsichtsperson Dienst. Privat suchte er mit Familie und Freunden Erholung in den Bergen.

Elmar Schmitt hinterlässt seine Ehefrau Sonja (geborene Schwab), die er 1970 geheiratet hatte, eine Tochter sowie zwei Enkel und einen Urenkel. Der Trauergottesdienst mit feierlicher Urnenbeisetzung findet am Freitag, 2. November, ab 14.30 Uhr in Burkardroth statt.