Am vergangenen Wochenende fand der Berufsfeuerwehrtag der Jugendfeuerwehr Heroldsbach/Thurn statt. Mit Feuereifer trafen sich die Nachwuchsfeuerwehrler um 8 Uhr am Gerätehaus in Heroldsbach. Nach einer kurzen Unterweisung folgte im Anschluss die Fahrzeug- und Geräteübernahme. Noch währenddessen ertönte der Alarmgong.
Die Leitstelle meldete eine unklare Rauchentwicklung in Heroldsbach. Schnell schmissen sich die Jungs und Mädels in ihre Stiefel. Hose hoch, Jacke drüber, Helm und Handschuhe geschnappt und den Platz auf den Fahrzeugen eingenommen.


Keller ausgepumpt

Vor Ort bestätigte sich die Meldung: Auf einem Feld war Stroh in Brand geraten. Routiniert wurde der Brand bekämpft. Kurz nach diesem Einsatz folgte der nächste: eine Ölspur mit verunglücktem Fahrradfahrer.
Im Laufe des Tages musste ein überfluteter Keller abgepumpt, ein Garagenbrand mit verletzten Personen und eine Personenrettung in der Heroldsbacher Dorfkirche abgearbeitet werden. "Ein paar Einsätze werden heute bestimmt noch kommen", da sind sich Florian und Jonas von der Jugendfeuerwehr sicher. Beide sind schon seit einigen Jahren dabei. "Es macht einfach Spaß, dabei zu sein. Bei unseren Übungen ist es immer lustig. Wir lernen viele Dinge, die wir später bei echten Einsätzen gebrauchen können. Das Highlight des ganzen Jahres ist der Berufsfeuerwehrtag, da können wir alles anwenden, was wir das Jahr über geübt haben", sagten Marcel und Alexander.
Am Nachmittag wurden die Jugendlichen zu einer Vermisstensuche alarmiert, bei der lediglich bekannt war, dass die Person Herzprobleme hat. Kurz darauf brach der Kontakt zur vermissten Person ab. Nach einer intensiven Suche konnte die Person gefunden werden. Anschließend mussten die Jungs und Mädels ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse bei der Herz-Lungen-Wiederbelebung unter Beweis stellen. Beim anschließenden Einsatz wurden die Feuerwehrler erneut zu einer Vermisstensuche alarmiert. Nach erfolgloser Suche und aufgrund der einbrechenden Dunkelheit wurde der Einsatz abgebrochen und die Rettungshundestaffel Forchheim nachalarmiert.


30-minütige Suche

Nach Eintreffen der Rettungshundestaffel wurde eine Lagebesprechung an deren Einsatzwagen durchgeführt, das Suchgebiet definiert und in drei Sektionen aufgeteilt. Dank der Unterstützung von drei Flächensuchhunden konnte die vermisste Person innerhalb einer 30-minütigen Suche, einen Kilometer tief im Wald verschollen, gefunden werden.
Im Anschluss wurden der Einsatzverlauf erläutert und aufkommende Fragen ausgiebig beantwortet.
Der elfte Einsatz war gleichzeitig der letzte Einsatz des Berufsfeuerwehrtags 2017. Um 8.30 Uhr hieß es nach einer sehr kurzen Nacht und Einsätzen endlich "Schichtente". red