Oben stand das große Lob, unten klang Kritik an. Zum Artikel "Als die CdB-Fans nicht mehr zu halten waren" in der gestrigen Ausgabe dieser Zeitung haben sich die Co-Veranstalter Gaby Heyder (Bamberger Veranstaltungsdienst) und Schlossbesitzer Hermann von Rotenhan zu Wort gemeldet. Ihre Bilanz ist eindeutig: "Ein einmalig schöner Abend mit Chris de Burgh."
In dem Bericht war die Beschwerde von Zuschauern auf Sitzplätzen in den ersten Reihen zur Sprache gekommen. Zuschauer, die während des Konzerts nach vorne zur Bühne eilten, hatten ihnen die Sicht genommen.
In einer Stellungnahme dazu stellen der Eyrichshöfer Baron und die Konzertveranstalterin fest: "Mehr als 2000 Besucher haben einen einmalig schönen Abend mit dem Weltstar Chris de Burgh in Eyrichshof erlebt", was ja auch der FT-Aufmacher-Artikel "Ein Charmeur mit großer Stimme" geschildert hat.


Eine Art Ritual

Laut Nachfrage bei den Sicherheitskräften, am Ausgang und bei den Mitarbeitern des Veranstaltungsdienstes, heißt es in der Stellungnahme der Organisatoren, habe sich kein Besucher darüber beschwert, dass vor die Bühne stürmendes Publikum Inhaber von Sitzplätzen in ihrer Sicht eingeschränkt hat. "Am Samstag war es der Künstler selbst, der das Publikum beim Gang durch die Menge ("Lady in Red") unmissverständlich aufforderte, nach vorne zu kommen, damit er nah bei ihnen ist", schreiben Rotenhan und Heyder: "Die Fans von Chris de Burgh kennen diesen Ablauf sehr gut und fingen schon ein paar Minuten vorher damit an, von ihren Sitzplätzen weiter hinten (es gab keinen einzigen Stehplatz) nach vorne zu gehen." Es sei nicht zutreffend, dass hierdurch die Sicherheit gefährdet wurde oder Ordner sich nicht angemessen verhielten.


Nur eine Frage des Zeitpunkts

"Der Ablauf des Konzertes war vom Künstler genauso gewünscht und mit den Ordnern zuvor abgesprochen", heißt es in der Rückschau der Konzert-Organisatoren.
Jeder Besucher eines Freiluft-Konzertes wisse, dass es immer den Moment geben kann, wo Fans nach vorne gehen, um nah bei ihrem Star zu sein, unabhängig davon, ob es sich um ein bestuhltes oder unbestuhltes Konzert handelt.
Die Erfahrung aus vier Jahren Open-Air-Konzerten in Eyrichshof zeige, dass bei bestuhlten Konzerten (Vorgabe der Künstler) wie bei Chris de Burgh es nicht die Frage ist, ob, sondern wann aus den Sitzplätzen mehrheitlich Stehplätze werden. Dies sei nur bei Comedy oder klassischen Konzerten anders.
Gabi Heyder und Hermann von Rotenhan befinden: "Es ist nicht verständlich, warum ein Zeitungsartikel ein negatives Licht auf einen wunderbaren Abend wirft, der genauso ablief, wie vom Künstler und seinen Fans vorgesehen." red