Bei der Hauptversammlung des Gesangvereins "Singen mit Freude" Ebersdorf gab es Neuerungen in der Führungsriege. Die bisherige Schriftführerin Heike Günther folgt der bisherigen stellvertretenden Vorsitzenden Doris Martin im Amt nach. Vorsitzender Michael König und Kassiererin Rosemarie Morgenthum wurden im Amt bestätigt. Ruth König ist künftig als Schriftführerin tätig. Zu Beisitzerinnen wurden Margit Engel,
Gisela Fenski und Brigitte Keyser bestellt.
Vorsitzender Michael König beleuchtete die demografische Entwicklung der Ebersdorfer Sängerinnen und Sänger näher. "Trotz Neuzugängen in den letzten Jahren bleibt die Lage brisant", resümierte er. Zum Sommer sei damit zu rechnen, dass zwei Sänger aus der dritten Stimme ausscheiden. Aus Altersgründen würden auch zwei Männer ihren Singeinsatz beenden. Sich auf diese Gegebenheiten einzustellen, sei für die Aktiven nicht immer einfach. Aus der Erfahrung heraus sei es mit Werbung im Wochenblatt nicht getan, um für die notwendigen Neuzugänge zu sorgen.
Einen positiven Effekt erhofft sich der Verein durch das persönliche Ansprechen direkt nach Auftritten. Des Weiteren wurden Flyer gedruckt, die beispielsweise im Konfirmationsgottesdienst, bei dem der kleine Chor "Piccolino" die musikalische Ausgestaltung mit übernimmt, verteilt werden.
Der Verein sei weiterhin offen für zusätzliche Ideen, die "frisches Blut" in die Reihen der Aktiven bringen. "Wichtig ist, dass wir auch künftig weitermachen, denn Veränderungen gehören einfach dazu", ermutigte der Vorsitzende die Anwesenden, in ihrem Engagement nicht nachzulassen.


Alles Genres

Die Früchte der Probenarbeit aus den vorhergehenden Jahren konnten reifen, so dass sich der Gesangverein weiterentwickelt hat. Zwischenzeitlich können der große und der kleine Chor alle Genres bedienen, zeigte sich Chorleiter Wolfgang Blümel sehr zu frieden. Von Volksliedern über Evergreens bis hin zu modernen Rock- und Popsongs reichten die Stücke. Auch und in unterschiedlichen Sprachen werde gesungen. Auch auf kirchliche Belange habe man sich eingelassen. Dies habe Zufriedenheit in der Chorgemeinschaft des Vereins ausgelöst, obwohl manche Proben, insbesondere für die Weihnachtskantate, stressig gewesen seien. Alle Herausforderungen seien gut gemeistert worden. Um diese auch weiterhin schultern zu können, sei es
wichtig, die Singstunden eifrig zu besuchen. Sorgen bereitet auch dem Chorleiter
die Altersstruktur im Verein.
Nach einem holprigen Start ins Jahr, bedingt durch gesundheitliche Ausfälle, gab es für den Gesangverein viele Höhepunkte. Diese ließ Schriftführerin Heike Günther in ihrem Bericht Revue passieren. Auch sie ging noch einmal auf die Weihnachtskantate "Das Wunder von Bethlehem" ein. "Auf die erbrachte Leistung und das Lob kann der gesamte Verein stolz sein", merkte Wolfgang Blümel an. Denn für die Aufführung mussten Musiker und Gastsänger gefunden werden, die innerhalb von drei Monaten die Kantate einstudieren konnten.
Und so war es nicht verwunderlich, dass Dritter Bürgermeister Jürgen Heymann den Verein sehr für dessen Aktivitäten lobte. Alexandra Kemnitzer