Drei Fraktionen, die sich auch schon recht konträr gegenüber standen, bündeln ihre Kräfte, weil sie finden, so könne es nicht weitergehen mit der Arbeit des Bürgermeisters. Das ist schon eine sehr ungewöhnliche Vorgehensweise. Sie haben lange gewartet, vier Jahre. Erst ein sehr früher Start in den Wahlkampf durch Jürgen Wittmann mit einem Flyer, in dem er sich schon sehr werbekräftig selbst auf die Schulter klopft, brachte sie so auf die Palme, dass sie sich an die Öffentlichkeit wenden. Sie tun es mit einem Pressegespräch und einem eigenen Flyer, der richtigstellen soll, was Jürgen Wittmann ihrer Ansicht nach falsch darstellt. Nun steht Flyer gegen Flyer, Behauptung gegen Behauptung. Und die Bürger? Wem sollen sie glauben? Da kann ihnen nur der Rat von Maria Lessing (FW) ans Herz gelegt werden. Sie empfiehlt Bürgern, die Sitzungen des Gemeinderats zu besuchen und sich selbst ein Bild zu machen. Vielleicht sollten die Grüber einmal im Monat die Sitzung als Alternative dem Fernsehprogramm vorziehen. Kommunalpolitik kann spannend sein.