Das bekannte Blechbläserquintett "Rekkenze Brass", das einst aus den Hofer Symphonikern hervorging, gibt mittlerweile als eigenständiges Ensemble Konzerte in der ganzen Welt. Kürzlich war es in der Grundschule Himmelkron-Lanzendorf zu Gast. Hintergrund war die Aktion "3 Klang Konzert", die der Bezirk über seine internationale Musikbegegnungsstätte Haus Marteau in Schulen und sozialen Einrichtungen anbietet.
Für die Schüler war die Musikpräsentation von "Rekkenze Brass" ein Erlebnis der besonderen Art. Benjamin Sebald, Dominik Thoma (beide Trompete), Sebastian Krügel (Waldhorn), Elisabeth Nußrainer (Posaune) und Rainer Streit (Tuba) demonstrierten Musik vom Feinsten. Die Faszination liegt darin, mit Leichtigkeit, mit Charme und auch einer gewissen Heiterkeit aufzuzeigen, wie durchlässig die Grenzen zwischen den unterschiedlichen Musikgattungen sein können - und das mit einer Lupenreinheit bis ins letzte Kupfer-Zink-Molekül.
Markenzeichen der fünf Musiker ist neben der exzellenten Klangqualität die aufgelockerte Moderation ihres Programms, das zudem immer mit überraschenden Einlagen gespickt ist.


Werbung für Haus Marteau

Wie Benjamin Sebald feststellte, ist es für Kinder wichtig, von klein auf aktiv zu musizieren, um so Bildungsgrundlagen zu schaffen: "Unsere ,3 Klang Konzerte' richten sich an Schulen und soziale Einrichtungen. Wir wollen Schüler zur eigenen musikalischen Betätigung anregen und solche, die selbst schon ein Instrument spielen, auf die Arbeit des Hauses Marteau in Lichtenberg und das oberfränkische Jugendsymphonieorchester aufmerksam machen."
Genau das werde mit den "3 Klang Konzerten" erreicht, denn mithilfe verschiedener Musikinstrumente konnten die Kinder bei dem Konzert aktiv die Klangentstehung erleben. Für die Kids war es natürlich beeindruckend und faszinierend zugleich, welche Stimmungen damit erzeugt werden können.
Eine gute Stunde war "Rekkenze Brass" in der Aula der Volksschule Himmelkron zu Gast und erfreute die Kinder mit toller Musik wie "Swing Wheel", dem "Ungarischen Tanz Nr. 5" von Johannes Brahms, einem "C-Jam-Blues" von Duke Ellington oder einem Arrangement von Peter Knudsvig, einem früheren Mitglied von "Rekkenze Brass". Mit im Gepäck hatten die sympathischen Musiker auch das "Lummerland-Lied", das Rainer Streit in einem Arrangement zusammengestellt hatte.


Kein Unbekannter

Rainer Streit ist ja in der Region kein Unbekannter: Er stammt aus dem Neuenmarkter Ortsteil Hegnabrunn, gehört auch dem Hofer Symphonieorchester an und ist musikalischer Leiter der "Schorgasttaler Blasmusik".
Ohne Zugaben ließ man "Rekkenze Brass" allerdings nicht aus der Aula. Nach "Bix's Royal Garden Blues" von Spencer & Clarence Williams und "The Triangle Song" von Leroy Anderson verabschiedeten sich Benjamin Sebald, Dominik Thoma, Sebastian Krügel, Elisabeth Nußrainer und Rainer Streit mit zwei Arrangements von Peter Knudsvig: "Wo is denn des Gerchla?" und "Muss i denn". Ein riesiger Applaus von Schülern und Lehrern dankte "Rekkenze Brass" für eine unvergessliche Musikstunde.
Rektorin Angelika Werner freute sich über das Gastspiel und dankte den Musikern abschließend mit herzlichen Worten. Rei.