Gartenkresse ist ein beliebtes Küchenkraut, das nicht nur gut schmeckt und gesund ist, sondern mit dem man auch lustige Männchen basteln kann. Bevor vor es ans Basteln geht, stand für zwölf Mädchen und Jungen beim Kindervorlesenachmittag in der Stadtbücherei Bad Staffelstein noch eine Geschichte auf dem Programm.

Einmal im Monat erlebt der Lesenachwuchs eine spannende Stunde in der Stadtbücherei. So kurz vor dem Osterfest war es "Conni und der Osterhase" von Liane Schneider. Mit Karin Sagert erlebten die Kinder viel über Osterbräuche und Traditionen.

Eigentlich glaubt Conni ja nicht mehr an den Osterhasen, bis ein Hase kurz vor dem Osterfest durch den Garten hoppelt. So kurz vor dem Fest gibt es viel zu tun. Der Papa schneidet die Zweige für das Osterfeuer, die Eier wollen ausgeblasen und angemalt werden, und Conni möchte ein Ostergärtchen auf der Fensterbank anlegen. Die Mutter rät ihr, Kresse-Samen auf Watte auszustreuen. "Auf Watte kann doch nichts wachsen", wendet Conni ein. Aber sie folgt dann doch den Rat ihrer Mutter und sät Kresse-Samen auf Watte aus. Nach einem Tag ist sie enttäuscht, weil sich nichts rührt, aber Tage später zeigen sich erste zarte Triebe. Danach geht es Schlag auf Schlag. Oder wie es Conni ausdrückt, jeden Tag ist in ihren "Oster-Adventskalender" etwas Neues zu entdecken.

Die Kinder machten es sich auf dem Fußboden oder in den roten Sitzsäcken zwischen den Bücherregalen bequem und lauschten aufmerksam Sagerts Worten. Am Ende eines jeden Kapitels zeigte Sagert die Illustrationen im Bilderbuch, damit alle Kinder die zauberhaften Bilder auch sehen konnten.

Ein Häschen gerettet

Schließlich kommt für Conni und ihren Bruder Simon das lang erwartete Osterfest. Die Kresse ist mittlerweile ordentlich gewachsen und kann am Gründonnerstag geerntet werden. Schließlich darf Conni auch Eier ausblasen und diese anmalen. Aus dem Osterfeuer retten sie ein kleines Häschen, von dem Conny überzeugt ist, dass es der Osterhase ist.

Mit dem Ende des Buches war der Nachmittag in der Stadtbücherei jedoch noch nicht vorbei. Aus Papprollen als Körper, einem ausgeblasenen Ei als Kopf, gefüllt mit Watte und Kresse-Samen, wurden lustige Männchen gebastelt. Dazu mussten die Papprollen zuerst mit Wasserfarben bemalt werden. Bevor die Eier von Büchereimitarbeiterin Ruth Wagner mit Kleber an die Papprollen befestigt wurden, mussten sie noch Gesichter erhalten. "Toll, ein grünes Ei", fand Emil, der unter all den braunen und weißen Eiern im Korb ein grünes entdeckte. "Manche Hühnerrassen legen grüne Eier", klärte Wagner auf. Yvonne hat ihren Männchen sogar Wimpern angemalt. "Das ist sehr schön geworden", lobte Mutter Johanna. Wer fertigt war, durfte noch eine Hasengirlande basteln. Dann ist die Stunde auch schon vorbei.

Die Lesenachmittage in der Stadtbücherei sind immer ausgebucht. Allerdings sind es kaum Kinder aus dem Stadtgebiet, die den Weg in dem Obergeschoss der Sparkasse finden. Der große Teil der Kinder kommen aus dem Lautergrund oder Ebensfeld. Bis zum Gründonnerstag werden auch die Kresse-Samen aufgegangen sein.