Bernhard Panzer

Auch wenn das Wetter noch immer hartnäckig am Winter festhält: Es ist Frühling, und das nicht nur meteorologisch, sondern seit Dienstag auch kalendarisch. Zu erkennen ist das auch daran, dass jetzt diejenigen Arbeiten gemacht werden, die man im Frühling so tut. Für die Stadtgärtnerei bedeutet das unter anderem, dass gepflanzt wird.
Mehrere großkronige Laubbäume sind in den kommenden Tagen an der Reihe, wie Friedrich Bayer vom Baubetriebshof respektive der dazu gehörigen Stadtgärtnerei am Montag erläuterte. Den Auftakt machte eine Platane auf dem neuen Plätzchen am Ende der Ritzgasse zur Erlanger Straße hin, also am östlichen Eingang zur Fußgängerzone gelegen.
Der Baum ist 15 bis 20 Jahre alt, hat einen Stammdurchmesser von etwa 55 Zentimetern und ist etwa zehn Meter hoch. Er könnte bis zu 25 Meter wachsen, wenn man ihn ließe. Das allerdings ist auf dem kleinen Platz nicht beabsichtigt, wie Bayer weiter erläuterte. Aber auch in geringerer Ausladung und Höhe sei eine Platane gut geeignet, durch das Laubdach großzügig Schatten zu spenden.
Der kleine Platz am östlichen Eingang der Altstadt wird zurzeit neu gestaltet. Er erhält auch eine Glaswand mit Bildmotiven sowie einer Karte der Stadt. Die Wand soll drehbar sein und beidseitig bedruckt werden. Damit sollen Passanten neugierig gemacht und Neubürger informiert werden. Ausgewählt wurden als Motive Stadtansichten von einst und heute. Und um den Baum herum sollen Tische aufgestellt werden, die gastronomisch genutzt werden, sowie Ruhebänke zum Verweilen.
Ein schmucker Treffpunkt soll's also werden. Wo einst ein gläserner Pavillon aus den 50-er Jahren stand, der als Ausstellungsfläche für das einstige Modehaus Meyer diente, soll bald eine Möglichkeit der Begegnung sein.
Das ist auch das Ziel eines anderen Platzes weiter westlich an der Schütt. Hinter dem Parkdeck entsteht ein Holzhaus mit zwei integrierten Imbiss-Stätten. Auch diesen Platz davor soll eine Platane zieren. Und am Kuwesteg, auf der Seite zum Realschulparkplatz hin, werden weitere sechs Laubbäume gepflanzt; Linden und Eichen. Die ersetzen die dort im Zuge des Brückenbaus gefällten Bäume.
Die Platane auf dem Ritzgass-Plätzchen stammt aus einer Baumschule in Baden-Württemberg. Der schon kräftige Baum ist nach Aussage von Bayer dort schon sechsmal intern verpflanzt worden. Damit er sein Wurzelwerk entfalten konnte.