Karl-Heinz Hofmann Das Wildbergfest wurde für Veranstalter und Besucher zu einem schönen Erlebnis. Es war das zehnte Wildbergfest und dafür wollten sich die Veranstalter, die Tettauer Blasmusik, die "Dadner Rasselbekk", die Familie Schütze und das "Wildberg Café" etwas Besonderes einfallen lassen. Dies betraf sowohl Küche und Kulinarik mit fränkischen, thüringischen und sogar indischen Spezialitäten.

Alphorn und Varieté

Zwei Haselbacher Alphornbläser spielten "Der Wildberg ruft". Auch die schnuckelige Kleinkunstbühne, sie ist dem "Wildberg Café" angeschlossen, bot Kleinkunst vom Feinsten. Daran war die Musikschule Sonneberg mit Musik und Gesang beteiligt. Annette Walther bot einen Varieté- Auszug.

Draußen lief derweil ein spannendes Bogenschießen. Und der Abend gehörte der Tettauer Blasmusik mit ihrem Dirigenten Wolfgang Milich und den Sängerinnen Gabi Petersam, Carmen Kaiser und dem Sänger Rene Gärtner. Die Instrumentalisten und ihre Sänger faszinierten mit einem unerschöpflich abwechslungsreichen Repertoire.

Die Stimmung schwappte über, als die Nachwuchsmusiker der Tettauer Blasmusik unter Leitung von Miko Krauß aufspielten. Mit ihren schmissigen Melodien rissen sie das Publikum von den Bänken. So zeigte sich natürlich auch der Vorsitzende der Tettauer Blasmusik Dietmar Schmidt begeistert.

Schmidt ist Mitglied der "Dadner Rasselbekk", einer seit den 60er Jahren bestehenden Kultgruppe; er ist Flügelhornist und Trompeter der Tettauer Blasmusik und auch Dritter Bürgermeister des Marktes Tettau.

Auf Nachfrage am Schluss des gelungenen Wildbergfestes gab er einen Rückblick: "Als wir 1998 zum ersten Mal mit der Familie Schütze das Wildbergfest initiierten, waren wir alle von der Idee begeistert aber keiner glaubte daran, dass es auch zwanzig Jahre später noch so ein Erfolg ist - und es wird immer beliebter."

Geschichtliche Informationen

Die Idee war, auf dem geschichtsträchtigen Wildberg in beschaulicher Lage ein Sommerfest zu veranstalten. Das war acht Jahre nach der Wiedervereinigung, vor der der Weiler Wildberg von den Grenzanlagen der ehemaligen DDR umgeben war.

Seit dem ersten Wildbergfest war es immer Anliegen der Veranstalter, auch geschichtliche Informationen miteinfließen zu lassen, ob zum Wildberg selbst oder über Durchreisende, wie Martin Luther, oder über die sagenumwobene Heeres- und Handelsstraße als bedeutsame Verbindungsstraße zwischen Nürnberg und Leipzig.

"Heute sind wir von dem Erfolg überwältigt", sagt Schmidt und zieht ein positives Fazit über die Entscheidung, das Wildbergfest alle zwei Jahre als festen Bestandteil kultureller Veranstaltungen aufzunehmen. Besonders erfreut sind die Veranstalter über die grenzverbindende Ausstrahlung.

Besonders heuer zur 30-jährigen Grenzöffnung besuchten viele Thüringer Freunde das Wildbergfest und die Sonneberger Musikschule brachte sich mit hervorragenden Beiträgen mit ein.