Elf Firmen aus dem Landkreis sind für ihre hervorragenden Leistungen im betrieblichen Gesundheitsmanagement mit dem "Vitalo Award" des Netzwerks "Vitale Unternehmen im Landkreis Erlangen-Höchstadt" ausgezeichnet worden.

Im Multifunktionsraum des Landratsamtes in Erlangen übergaben Landrat Alexander Tritthart (CSU) und Stefan Neuner, Regionalgeschäftsführer der Siemens Betriebskrankenkasse (SBK), Urkunden und den "Vitalo Award", eine von der Laufer Mühle in Schwarz, Orange und Braun gestaltete Holzskulptur, an die Preisträger.

Den Award in der Kategorie Bronze (18 bis 74 Prozent der möglichen Gesamtpunkte erreicht) hat die Adelsdorfer Firma Aldi Süd erhalten. Mit dem Award in Silber (75 bis 89 Prozent) wurden die SBK, Imo und Proc-IT ausgezeichnet. Den Award in Gold bekamen die Firmen Proleit, Peter Brehm, die Laufer Mühle, sepp.med und Martin Bauer Group. Für den Gastgeber Landratsamt nahm Michael Eger, der für das Betriebliche Gesundheitsmanagement im Amt verantwortlich ist, die Auszeichnung in Silber entgegen.

"Die aktuelle Debatte um die Zeiterfassung in den Medien zeigt, dass das Thema Betriebliches Gesundheitsmanagement in Betrieben und auch in öffentlichen Verwaltungen immer mehr an Fahrt aufnimmt", kommentierte Landrat Tritthart bereits in seiner Begrüßungsrede.

Passend dazu referierte Blog-Autor Dominic Lindner, der derzeit an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg über Digitalisierung und seine Auswirkungen auf kleine und mittlere Unternehmen promoviert, über den Einfluss von digitaler Technik auf die Gesundheit von Mitarbeitern. Für ihn ist die viel zitierte "Work-Life-Balance" mehr als Gleitzeit und Homeoffice. Häufigere Ortswechsel, ein achtsamer Umgang mit neuen Technologien und ein individuelles Maß an Selbstorganisation sorgen, so Lindner, für mehr Kreativität und Freude am Arbeiten und fördern die Gesundheit.

Mit dem "Vitalo Award" und dem gegenseitigen Austausch zu vorbildlichen Beispielen wollen die "Vitalen Unternehmen" solche Anstrengungen belohnen und sichtbar machen. Die Firmen können in den Kriterien Arbeitsschutz, Strategie und Controlling, Gesundheitsförderung und Leistungsangebot sowie mit unternehmensspezifischen Themen punkten. Preis und Austausch sollen die Landkreisfirmen dazu motivieren, Grundlagen für sinnvolle und dauerhafte Gesundheitspolitik in den Unternehmen zu schaffen. Hannah Reuter-Özer