von unserem Redaktionsmitglied 
Bernhard Panzer

Herzogenaurach — Der junge CSU-Stadtrat Konrad Körner wertete seine "Antrags-Premiere" positiv. Mit seinem Wunsch, eine Diskothek im Keller des ehemaligen Obi-Marktes zu prüfen, konnte er immerhin einen Teilerfolg erzielen. Der da lautet: Der Investor soll ein Gutachten liefern, das eine solche Nutzung lärmschutztechnisch prüft. Diesem letztlich von Bürgermeister German Hacker (SPD) formulierten Beschlussvorschlag schlossen sich alle Stadträte an. Ganz im Sinne des neuen Junior-Stadtrats aus den Reihen der CSU.
Dennoch bedeutet eine solche Prüfung noch lange nicht, dass eine Diskothek dort auch Chancen hätte. Das machte der Bürgermeister unmissverständlich klar. Wegen der Nähe zur Wohnbebauung und der berechtigten Ruhebedürfnisse der dortigen Anwohner erscheint für Hacker eine Nutzung durch eine Diskothek demnach sehr zweifelhaft. Er verwies außerdem auf eine schalltechnische Untersuchung aus dem Jahr 1995, die ergeben habe, dass man erst ab einer Schallschutzwandhöhe von zwölf Metern zu den Wohngebieten hin den maximal zulässigen Schallpegel unterschreiten würde. Und eine solche Höhe sei schlicht abwegig. Zudem seien die Anforderungen an den Schallschutz in den vergangenen 19 Jahren eher noch verschärft worden.

Keine Schlafstadt

Auch für Sarah Litz (SPD) ist eine Disco an dem dortigen Standort ausgeschlossen. Man hatte schon mit dem Jugendhaus Rabatz Probleme wegen des Lärms. Und eine Disco sei noch viel lauter, gerade auch was die Menschen vor der Tür betrifft. Aber man solle doch nicht immer nur fordern und lamentieren und Herzogenaurach als eine Schlafstadt bezeichnen. Eigenes Engagement wäre laut Litz angebracht.
Peter Simon von den Grünen meinte, das Jugendhaus Rabatz wäre eine adäquate Örtlichkeit für die Jugend. Außerdem würde schon ein Nachtbus nach Erlangen helfen, man müsse nicht alles in Herzogenaurach haben. Peter Simon wollte des Weiteren "an die Toleranz der Leute appellieren, dass es nicht immer nur um Ruhe geht im Leben."
Letztlich äußerte sich Antragsteller Körner zufrieden damit, dass der Antrag in der Öffentlichkeit diskutiert worden sei und nun geprüft werde. "Dann hat er ja was gebracht." Bürgermeister Hacker ergänzte noch, dass man Interessenten aufgeschlossen gegenüberstehe. Aber bisher habe es noch keine Disco-Anfrage gegeben.