"Wir wollen ein relativiertes Bild von Afrika zeigen. Es ist nicht alles gut, aber es ist auch nicht alles schlecht", erklärte Hanza Diman das Ziel von Afrika@School. Zusammen mit sechs Kollegen organisiert Diman Veranstaltungen an Schulen, fragt bei Referenten an und steht in Kontakt mit den Bildungseinrichtungen. In Coburg sind das bis jetzt das Gymnasium Ernestinum und der Kindergarten Leo. "Wir sind froh, zunehmend auch außerhalb von Bayreuth bekannter zu werden. Es ist schön, dass wir heute in Coburg sind", sagte Diman beim jüngsten Besuch.

Ursprünglich von Teilnehmern der Bayreuth International Graduate School of African Studies (kurz BIGSAS) gegründet, gehört Afrika@School seit letztem Jahr zum Verein Model African Union Bayreuth, der jungen Leuten die politischen Verhältnisse in Afrika vermittelt, indem sie Kongresse der Afrikanischen Union simulieren. Dort schlüpfen die Teilnehmer in die Rolle einzelner afrikanischer Länder und müssen dann für ihr Land politische Entscheidungen treffen.

Im Zuge dieser Übernahme hat sich auch das Angebot von Afrika@School erweitert. "Früher haben wir uns nur an Gymnasien gerichtet, jetzt sind wir offen für alle Arten von Einrichtungen", erklärte Hanza Diman. Das Team sei oft in Grundschulen, aber auch bei Sportvereinen oder sogar in Gefängnissen. Je nach Einrichtung und Zielgruppe unterscheide sich auch der Inhalt von Afrika@School. "Wir wollen auf allen Ebenen über Afrika diskutieren und das Thema präsent machen", sagte der Gründer.

So erfuhren die Schüler in Coburg, dass in Kamerun über 200 Sprachen gesprochen werden. Andreas Wüst diskutierte mit den Schülern über den Beginn des arabischen Frühlings und was damals in Tunesien geschehen ist.