Seit 25 Jahren gibt es den Betreuungsverein des "Sozialdienstes katholischer Frauen e.V." (SkF) Kronach. Das Jubiläum wurde am Samstag im Rahmen des nunmehr "3. Tages für ehrenamtliche rechtliche Betreuer" im katholischen Pfarrzentrum gefeiert.
"In den vergangenen 25 Jahren hat sich der SkF als Betreuungsverein im Landkreis Kronach einen sehr guten Ruf erworben", freute sich Sybille Püttner. Die SkF-Vorsitzende gab beim kurzen Festakt einen Einblick in die Historie. Anfang der 90er wurde nach jahrzehntelanger ehrenamtlicher Tätigkeit ein Büro in der Güterstraße im ehemaligen katholischen Vereinsheim eröffnet. Die erste hauptamtliche Sozialpädagogin und eine Verwaltungskraft nahmen ihre Arbeit auf. Im Juli 2007 zog man in die Andreas-Limmer-Straße 5 um. Mittlerweile führen vier Sozialpädagoginnen mit 91,25 Stunden wöchentlich 69 Betreuungen durch. Sehr intensiv ist die Mitarbeiterin Susanne Daum in der Querschnittsarbeit tätig. Allein 2016 hat sie 135 Einzelberatungen wie auch neun Veranstaltungen mit 168 Teilnehmern zum Thema "Vorsorgevollmacht" beziehungsweise Beratung ehrenamtlicher Betreuer durchgeführt. "Für den Erhalt unserer Arbeit war und ist die Finanzierung der gesamten Kosten ein ständig wiederkehrendes Thema", betonte die Vorsitzende.
Viele lobende Worte fanden die Festredner. "Sie vollbringen eine große Dienstleistung", würdigte Domkapitular Thomas Teuchgräber, der auch geistlicher Beistand des SkF ist. Aus eigener Erfahrung heraus, er arbeitete acht Jahre lang als Justizbeamter am Amtsgericht, wisse er um den breit gefächerten Arbeitsbereich. Das Motto des SkF "Da sein und leben helfen" griff stellvertretender Landrat Bernd Steger auf. Erreicht werden könne dies nur in einem Miteinander des Betreuungsvereins sowie vieler anderer Hilfsorganisationen. "Gemeinsam schnüren sie ein Paket, um den Menschen zu helfen", lobte er. Die sozialen Themen, mit denen man sich bereits vor 25 Jahren auseinandergesetzt habe, seien, so Kronachs Zweite Bürgermeisterin Angela Hofmann, heute noch die gleichen. Einige hätten in ihrer Brisanz sogar noch zugenommen wie der Aspekt soziale Gerechtigkeit oder auch, dass immer weniger Menschen bereit seien, Verantwortung zu übernehmen und sich für andere zu engagieren. Umso wertvoller sei die im Verein geleistete, sich am christlichen Menschenbild orientierende Arbeit.


Auf Kochtöpfen musiziert

Die Feststunde, durch die Diplom-Sozialpädagogin Susanne Daum geführt hatte, wurde durch ein Percussion-Ensemble vom Frankenwald-Gymnasium umrahmt. Maximilian Daum, Marcel Schuberth sowie Philipp Gundermann zeigten, welch tolle Musik man mit Haushaltsutensilien wie Töpfen, Schüsseln, Dosen und Kochlöffeln erzeugen kann.
Verbunden wurde das Jubiläum mit einem Tag für ehrenamtliche Betreuer und Interessierte. Hierzu fanden Fachvorträge statt. Mit Infoständen vertreten waren der Betreuungsverein, die Betreuungsstelle des Landratsamts Kronach, der Hospizverein Kronach, der sozialpsychiatrische Dienst der Awo und die Caritas-Sozialstation. Monika Meier-Pojda, Geschäftsführerin des Landesverbandes, gab einen Überblick über die Situation der Betreuungsvereine. hs