Der Pfarreienverbund Ebensfeld nahm kürzlich in einem Gottesdienst wehmütig Abschied von dem jungen Pfarrvikar Grzegorz Grinn.
Am Ende der Messfeier in der Pfarrkirche St. Wolfgang in Kleukheim intonierte der Kirchenchor unter Leitung des Organisten und Dirigenten Gerhard Pabst den irischen Reisesegen "Möge die Straße uns zusammenführen ... und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand ...".
Für den 35-jährigen Pfarrvikar . Grzegorz Grinn hatte nach drei Jahren segensreichen Wirkens die Abschiedsstunde geschlagen. Die Blaskapelle Kleukheim geleitete den Pfarrvikar und Pfarrer Rudolf Scharf musikalisch mit den Fahnenabordnungen der Feuerwehren von Unterköps, Prächting und Kleukheim ins Gotteshaus, das bis auf den letzten Platz besetzt war. Nicht nur den Kleukheimern ist es sichtlich schwergefallen, ihren Pfarrvikar Gregor ziehen zu lassen. "Es wurde in Bamberg so entschieden", sagte Pfarrer Scharf etwas traurig.
Kirchenpfleger Manfred Gunzelmann, Pfarrgemeinderatsvorsitzender Wolfgang Maurer (Prächting) und der Pfarrgemeinderatsvorsitzende des Pfarreienverbundes Rainer Hetzel bedauerten den Fortgang des jungen, freundlichen Pfarrvikars zutiefst und verabschiedeten sich mit einem Kuvert als Geschenk. Bürgermeister Bernhard Storath (CSU) überreichte ihm einen überdimensionalen Lolli und er schmunzelte: "Auch Kirche kann süß schmecken!" Dann fügte er noch an: "Wenn wir an Polen denken, stehst du gleich an zweiter Stelle hinter Papst Johannes Paul II." Auch Leonie Wagner, die Oberministrantin von Kleukheim, versicherte: "Mit Ihnen hat uns der Dienst am Altar viel Freude bereitet." Nach dem Gottesdienst spielte die Blaskapelle auf, es gab Bratwürste und Getränke und so konnten alle Gläubigen noch persönlich Ade sagen.
Der studierte Theologe, der über die fundamentaltheologischen Studien von Leszek Kolakowski promoviert hat, wird im September in seiner Heimat, im Zentrum Swinemündes in der Pfarrkirche "Stella Maris" (Maria Meeresstern) als als Religionslehrer in der Grundschule seinen Dienst antreten. Vorher genießt er seinen Urlaub, den er in der Slowakei verbringen wird. Dort geht er seinem Hobby, dem Bergsteigen, nach und will noch einige Berggipfel in der Hohen Tatra bezwingen.