Vor genau 25 Jahren wurde das erste oberfränkische Dorfschulmuseum eingeweiht und damit ein Stück Kultur bewahrt. Mit einem kleinen Festakt wurde das Jubiläum gefeiert.
Die Idee zu der Einrichtung hatte der damalige Volksschullehrer und heutige Vorsitzende des Vereins "Dorfschulmuseum Ködnitz", Günter Wild. Mit Herzblut und sehr viel Liebe zum Detail entstand ein Kleinod, das weit über die Gemeindegrenzen hinausstrahlt.
Bürgermeister Stephan Heckel-Michel (CSU) verwies auf eine Aussage des damaligen Landrats Herbert Hofmann bei der Eröffnung des Dorfschulmuseums: "Unsere herrliche Museumslandschaft im Landkreis Kulmbach wird durch das Dorfschulmuseum in Ködnitz bereichert." Er dankte allen, die das Dorfschulmuseum 25 Jahre lang am Leben gehalten haben, vorneweg natürlich Günter Wild, den Bürgermeister Stephan Heckel-Michel als Leitwolf der musealen Einrichtung bezeichnete. "Die Gemeinde Ködnitz hat zumindest über die ganze Zeit hinweg ihren finanziellen Beitrag geleistet, aber ein Museum in Eigenregie zu führen, war und wird auch in Zukunft undenkbar sein. So hoffe ich, dass sich auch in Zukunft engagierte Menschen, vorzugsweise vom Fach finden, um das Schulleben von anno dazumal am Leben zu erhalten."
Stellvertretender Landrat Jörg Kunstmann sprach die attraktive Museumslandschaft im Landkreis an. Es sei wichtig, "dass wir unsere Identität und Heimatgeschichte erhalten". Das Dorfschulmuseum sei ein echter Hotspot. Bei einem Besuch werde man an die eigene Schulzeit erinnert.
Weitere Glückwünsche übermittelten Vorstand Dieter Bordihn von der VR-Bank Oberfranken-Mitte, der von dem Klassenzimmer begeistert war und eine Spende überreichte, sowie Bezirksheimatpfleger Ulrich Wirz, der als früherer Fölschnitzer die Entwicklung des Museums hautnah mitverfolgt hatte und Mitglied des Vereins "Dorfschulmuseum Ködnitz" ist. Wirz: "Günter Wild hat die Gratwanderung zwischen Heimat - und Dorfschulmuseum erfolgreich gemeistert." Er versicherte, dass der Bezirk Oberfranken mit dem obersten Heimatpfleger Günther Dippold auch weiterhin zumindest ideell an der Seite des Dorfschulmuseums stehen werde.
Günter Wild warf einen Blick zurück auf die Entstehungsgeschichte des Dorfschulmuseums und stellte das Alleinstellungsmerkmal heraus: "Die Besucher dieses Hauses können hier in dem Schulsaal das 200 Jahre alte Muster des Unterrichtens in der einklassigen Landschule noch einmal nachempfinden, die ausgestorbene Methode des Unterrichts in einer Klasse mit acht Jahrgängen - vom ABC-Schützen bis hin zu den Konfirmanden." Mit eindrucksvollen Worten wies Wild die Existenzberechtigung des Museums nach.
Mit einem gemeinsamen Essen im Garten des Dorfschulmuseums und einem Filmbeitrag, der für einen Wettbewerb angefertigt worden war, fand die Feierstunde ihr Ende.Für die musikalische Umrahmung sorgte die Gymnasiastin Leonie Neubauer.