Katharina Müller-Sanke

Ursula und Rainer Gäbelein sind ein sportliches Paar. Jetzt feiern sie goldene Hochzeit.
Vor allem das Tennisspielen hat es ihnen angetan. Beide waren unter anderem Kreismeister und haben auch außerhalb des Landkreises einige Turniere gewonnen. Sie spielten viele Jahre beim TC Weiß-Blau Thurnau in zentralen Positionen und sind Gründungsmitglieder des Tennisclubs Kasendorf.
Auch der Wintersport ist ihr Steckenpferd. Nach dem heftigen Winter 1969 war sie voller Eifer dabei, den Menschen auch in Zultenberg das Skifahren zu ermöglichen. Rainer Gäbelein wollte nicht nur davon träumen, sondern hat kurzerhand mit einigen anderen den Skilift gebaut und ihn gemeinsam mit Ehefrau Ursula die nächsten Jahre auch betrieben. Passenderweise haben sich die Gäbeleins beim Tanzen kennengelernt. Damals waren sie noch sehr jung: 16 und 19 Jahre alt. Die "Telstars" spielten damals in Katschenreuth auf. Da hat es gefunkt.
Noch Jahre später schwangen beide gerne das Tanzbein. Auch beim Tanzen konnten sie einige Wettbewerbe gewinnen und Zuschauer beeindruckend.


Ein eingespieltes Team

Ursula und Rainer Gäbelein sind ein eingespieltes Team. Und das seit über 50 Jahren. Nicht nur bei den Hobbys, sondern auch im Berufsleben verbrachten sie viel Zeit miteinander. Beide arbeiteten 30 Jahre lang in der Firma Hoka in Kasendorf und danach noch bis zur Rente im Maja-Werk.
Ein eigenes Hobby hat Rainer Gäbelein auch: die Jagd. Seit 50
Jahren ist er aktiv. Aber ansonsten verbringen die Gäbeleins viel Zeit gemeinsam. Sie sind noch heute in Vereinen engagiert: den
beiden Tennisclubs, dem SSV Kasendorf und dem Musikverein.
Die Familie reist zur großen Feier von überall her ab. Eigene Kinder hat das Paar nicht, aber Neffen und Nichten, Geschwister und Menschen, die beiden ans Herz gewachsen sind.  Und darauf kommt es doch an.
Bei der "Goldenen" denken die Gäbeleins natürlich auch gerne an ihre Hochzeit zurück. Die verlief recht aufregend. Denn Zultenberg gehörte damals noch zu Görau und Weismain. Der dortige Bürgermeister, der normalerweise Trauungen durchführte, war kurz zuvor gestorben. Und so musste ein Gemeindemitarbeiter als Standesbeamter fungieren. In Arbeitskittel und Amtskette saß er vor dem Brautpaar. Es war die einzige Trauung, die er durchgeführt hat ...