Mit dem 5:5 beim SV Schott Jena führt jetzt der TTC Wohlbach die Tabelle in der 3. Tischtennis-Bundesliga Süd an. Am nächsten Samstag kommt es zum Aufeinandertreffen zwischen dem Ersten Wohlbach und dem Zweiten Hohenstein-Ernstthal.

3. Bundesliga Süd Herren

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SV Schott Jena - TTC Wohlbach 5:5

Es war ein Spiel auf Messers Schneide. Kein Team konnte sich entscheidend durchsetzen. Die Schlüsselspiele Frantisek Placek gegen Michal Benes und Placek gegen Richard Vyborny gingen beide an die Hausherren - somit entspricht die Punkteteilung auch dem erwarteten Ergebnis.

Bei den Doppelspielen setzten Vyborny und Benes ihre Siegesserie gegen Pavel Mego und Roman Rezetka fort und schraubten ihre Bilanz auf 6:0. Allerdings mussten sie sich mächtig ins Zeug legen. Nach einer 2:1-Satzführung vergaben sie die Chance, schon im vierten Satz das Spiel zu entscheiden. Im letzten Satz hielten sie ihre Gegner immer auf Abstand und siegten 11:8.

Warten auf den ersten Doppelsieg

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Grozdan Grozdanov und Yevgeniy Christ blieb auch diesmal der erste Doppelsieg verwehrt. Sie spielten dennoch gut, versäumten es aber, den ersten Satz nach einer 10:8-Führung für sich zu entscheiden. Das gelang ihnen nur im dritten Satz, was dann aber schon zu spät war.

Das erste Schlüsselspiel Placek gegen Benes endete 3:1. Ein Spiel mit wahnsinnig schnellen Ballwechseln, bei dem Placek im Vorteil war, da Benes nicht erkennen konnte, welche Rotation der Ball durch seinen Noppenbelag bekam. Die 2:1-Führung der Hausherren machte Vyborny gegen Mego mit einem souveränen 3:0-Sieg gleich wieder wett.

Nach der Pause fertigte Grozdanov Leonhard Süß glatt mit 3:0 ab, und Christ hatte es gegen Rezetka in der Hand, Wohlbach in Führung zu bringen. Den ersten Satz gewann er in der Verlängerung. Die Sätze 2 und 3 gingen jeweils knapp an seinen Gegner. Im vierten Satz schien es, dass er das richtige Rezept gefunden hatte, denn er führte bereits mit 9:6. Doch dann verlor er die davor gezeigte Entschlossenheit und musste den Satz mit 9 abgeben.

Zweites Schlüsselspiel verloren

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Das zweite Schlüsselspiel des Tages zwischen Placek und Vyborny begann auf Augenhöhe. Es stand 1:1 nach Sätzen und alles war offen. Doch wie durch Geisterhand bekam Placek einen Lauf. Er traf selbst die unmöglichsten Bälle und hatte auch noch das Glück auf seiner Seite. Das Spiel ging an Jena. Doch Benes ließ sich in seinem Spiel gegen Mego nicht beirren und glich mit einem klaren 3:0-Sieg zum 4:4 aus. Jetzt lastete aller Druck auf dem hinteren Paarkreuzen. Wird es in den beiden letzten Spielen noch eine Entscheidung geben? Grozdanov fand gegen Rezetka keinen Weg, das Spiel für sich zu entscheiden und musste eine klare Niederlage einstecken: Jetzt stand es 5:4 für Jena. Doch Yevgeniy Christ behielt gegen Süß die Ruhe und holte mit all seiner Routine den Punkt zum gerechten Unentschieden.