Die sommerlichen Temperaturen lockten nicht nur hunderte Zuschauer in die Fränkische Schweiz nach Hungenberg, sondern sorgten nach den tollen Startzahlen im Vorjahr nochmals für einen deutlichen Anstieg. Mit 53 Startern konnte der MSC Fränkische Schweiz sehr zufrieden sein. Auch das vorher festgelegte Starterlimit musste kurzfristig von 50 auf 60 Starter erhöht werden.
Für den 2. ADAC Rallyesprint "Rund um Hungenberg" belebte der MSC eine sehr anspruchsvolle Wertungsprüfung wieder. Vielen Enthusiasten ist die Strecke aus früheren Zeiten der ADAC Rallye Fränkische Schweiz, die im Herbst stattfindet, bekannt. Obwohl der Start - und Zielbereich in Tüchersfeld am Feuerwehrhaus für den Publikumsverkehr gesperrt war, drängelten sich zahlreiche Begeisterte um die Fahrzeuge.


Imposante Kulisse

In allen Klassen waren zum Beginn der Nordbayrischen Meisterschaft und des Regionalpokals Oberfranken viele namhafte Fahrer am Start. Um 11 Uhr ging es auf die erste von drei Runden. Die Fahrer erwartete am Zuschauerpunkt in Tüchersfeld ein sehr anspruchsvolles Stück der Wertungsprüfung. Mit einem kurzen Schotterstück bergab und einem kleinen Sprung ging es im 90-Grad-Rechtsabzweig vorbei an den Zuschauern - eine beeindruckende Kulisse, wie die Fahrer im Nachgang bestätigten.
Gleich zu Beginn markierten Reinhard Honke (Himmelkron) und Michael Heinze (Wonsees) die Bestzeit mit 2:39,3 Minuten auf Mitsubishi Lancer Evo 9. Nur John Macht (Gefrees) und Wolfgang Angles (Stammbach) im Mitsubishi Lancer Evo 6 konnten auf Anhieb die Zeiten trotz erster technischer Probleme mitgehen. Auf den weiteren Plätzen folgten Ralf Hillmann/ Hans-Peter Wollner (Ebensfeld) im Mitsubishi Lancer Evo 6,5 sowie Robert Stöber (Hausen) und Thomas Wölfel (Hollfeld) auf Mitsubishi Lancer Evo 9.
Die mit 16 Startern stärkste Klasse F5 sorgte gleich auf der ersten Prüfung für Aufsehen. Max Schmid (Leonberg) fuhr mit Melanie Schmid (Leonberg) auf einem Peugeot 306 RS die drittbeste Zeit im Gesamtklassement und deklassierte die Klassenkonkurrenz. Mit drei WP-Zeiten im Top-Bereich konnte niemand das Team angreifen. Am Ende waren es 15 Sekunden Vorsprung auf die zweitplatzierten in der Klasse, Wolfgang Stopfer (Tirschenreuth) und Sabine Heinzel (Hof) auf Honda Civic. Nur zwei Sekunden dahinter reihten sich Sebastian Schmidt/Sabrina Schmitt (Obernsees) auf Honda Civic ein.
In der Klasse 14 mussten sich die Bayreuther Teams mit Manfred Köhler (Bindlach) und Dominik Worbs (Velden) auf BMW 2002 ti sowie Stefan und Sandra Böhm (Bindlach) auf Opel Kadett C GT/E dem Nürnberger Michael Elliot mit Nina Uttenreuther (Lauf) auf Ford Escort MK II geschlagen geben.


Macht/Angels müssen passen

Jetzt ging es in der stärksten Klasse um den Sieg. Nach dem zweiten Durchgang lagen Macht /Angles mit 1,3 Sekunden vor Honke/Heinze, ein spannender Fight vor der letzten Runde. Macht musste vorlegen, mit technischem Problem gelang nur eine Zeit von 2:44,1 Minuten. Honke und Heinze hatten es jetzt selbst in der Hand. Als Zweites gingen sie auf die 4,4 Kilometer und finishten in 2:37,8 Minuten - diese reichten für den Sieg. Macht und Angles konnten mit Problemen an der Benzinpumpe kein Ergebnis in die Wertung bringen. Auf den Plätzen 2 und 3 folgten zeitgleich Stöber/Wölfel und Hillmann/ Wollner. Den Ausschlag gab eine Zehntelsekunde die Stöber und Wölfel auf der zweiten Prüfung schneller waren.
Alle Ergebnisse: www.msc-fr-schweiz.de/rallye-sprint/