Im Beisein vieler Ehrengäste ist der Guttenberger Dorftreff in der ehemaligen Schule offiziell eingeweiht worden. Das Dorfwirtshaus in Guttenberg habe 2012 geschlossen, erinnerte Bürgermeister Eugen Hain. Alle Bemühungen, einen neuen Pächter zu finden, seien erfolglos geblieben.

Durch die 90-prozentige Förderung durch den Freistaat Bayern habe sich eine Risenchance aufgetan. "Der neue Dorftreff wird Guttenberg bereichern. Die beiden Kirchengemeinden wollen einmal monatlich für unsere Senioren ein Mittagessen anbieten. und auch die Mutter-Kind-Gruppe wird das Gebäude regelmäßig nutzen", freute sich der Bürgermeister. Die Gemeinde übernehme an vier Tagen in der Woche von 16 bis 21 Uhr die Bewirtung, die Feuerwehr Guttenberg immer montags.

Eugen Hain bedankte sich beim Dorftreff-Team, das aus sechs Frauen und einem Mann besteht. "Ich bin guter Dinge, dass sie den Wirtschaftsbetrieb gut meistern werden." Der Bedarf sei vorhanden. Eugen Hain war zuversichtlich, dass sich noch Stammtische aus der Jugend und dem Kreis der Senioren bilden werden. "Wir machen heute den Anfang. Heimat ist, wenn alle mitmachen."

Hain dankte dem Planer Harald Schramm, den Projektanten Hartnack, Küfner, Schneider und Sack, der VG-Verwaltung und den Baufirmen. "Gut gemacht; erfreulich ist, dass der Kostenrahmen von rund 700 000 Euro eingehalten wurde."

In den Kosten sind laut Hain auch die 90 000 Euro enthalten, die die Gemeinde Guttenberg in die Dachsanierung und Heizungserneuerung für den bisher vermieteten Teil des Gebäudes gesteckt habe, der nicht zum Dorftreff gehöre und auch nicht bezuschusst worden sei. Insgesamt habe die Kommune einen Eigenanteil von 130 000 Euro geleistet, "ohne dass wir dafür ein Darlehen aufnehmen mussten". Dazu kämen noch die Kosten für die Außenanlagen, die bei rund 220 000 Euro lägen, 176 000 Euro davon würden bezuschusst.

Die ökumenische Weihe vollzogen die Pfarrer Martin Fleischmann und Adrian Manderla. Die Geistlichen freuten sich, den Dorftreff für kirchliche Zwecke mitnutzen zu dürfen.

Landrat Klaus Peter Söllner blickte auf einen großartigen und stolzen Tag für Guttenberg. Das Projekt wäre ohne die hohe Förderung nicht möglich gewesen. Guttenberg habe diese Chance genutzt. Söllner übergab Bürgermeister Hain ein Landkreiswappen. MdL Martin Schöffel zeigte sich dankbar, dass so viele Fördermittel in den Landkreis Kulmbach fließen.

"Wir wollen gleichwertige Bedingungen in ganz Bayern", sagte Lothar Winkler vom Amt für Ländliche Entwicklung. Die Koordinierungsstelle im Landratsamt Kulmbach sei Gold wert.

Ludwigschorgasts Bürgermeisterin Doris Leithner-Bisani schaute auch namens ihrer Kollegen Alfred Kolenda (Kupferberg) und Volker Schmiechen (Untersteinach) auf ein gelungenes Projekt und übergab Geschenkgutscheine.

"Eugen Hain ist der Vater dieses Projektes", sagte 2. Bürgermeister Klaus Witzgall unter Beifall. Dem offiziellen Teil schloss sich ein Tag der offenen Tür an. Klaus-Peter Wulf