"Man traut sich gar nicht mehr zu brauen, so sauber ist das geworden". Kurt Adler vom Brauhausteam in Junkersdorf ist stolz auf die gelungene Innenrenovierung des Brauhauses in der Bahnhofstraße in Junkersdorf.

Heute, Samstag, und morgen, Sonntag, findet nach vierjähriger Pause wieder ein Brauhausfest statt, zu dem das Brauhausteam Ludwig Müller, Axel Fella und Kurt Adler die Bevölkerung einlädt. Es beginnt heute um 16 Uhr, sonntags um 11 Uhr. An beiden Tagen wird Musik gemacht (abends und am Nachmittag). Der Eintritt ist frei.

Zum Fest kommt an beiden Tagen ein extra für diesen Anlass gebrautes Bier zum Ausschank, das am Donnerstagabend von den vielen Helfern als "fruchtiges, spritziges Sommerbier" bezeichnet wurde. Die Helfer waren gerade beschäftigt, das Umfeld des Brauhauses als Festplatz herzurichten.

Neben der umfangreichen Innensanierung des Brauhauses ging in den vergangenen Wochen ein langer Wunsch des Teams in Erfüllung: ein Holzschuppen, in dem Lagerräume, ein Kühlraum und der Ausschank untergebracht sind. Etwa 250 freiwillige Stunden hätten die Helfer am Bau zugebracht, rechnet Ludwig Müller vor. Elf Meter lang und drei Meter breit ist der Bau. Die Kühlzelle darf das Jahr über von der Bevölkerung genutzt werden. Rund 10 000 Euro habe der Bau gekostet, sagt Müller. "Damit sind wir finanziell an unsere Grenzen gestoßen."

Im Inneren des Brauhauses sind die Wände weiß getüncht worden, das Obergeschoss ist "entrümpelt" und auf Vordermann gebracht. Viele Bierkrüge haben auf den Holzbalken ihren Platz bekommen. Auffallend ist ein Setzstein mit einem Motiv, der nach Axel Fellas Meinung früher auf ein Gasthaus hingewiesen haben dürfte. Der Stein ist das Geschenk eines Bekannten aus Gemünden am Main. Fella hofft, dass unter den Gästen vielleicht ein Geschichtsbewanderter ist, der das Motiv und das Alter "dechiffrieren" kann.

Während die Helfer am Donnerstag am Aufbauen sind, malt Melina Müller, die Tochter von Ludwig Müller, mit weißer Kreidefarbe "Herzlich willkommen" in großen Lettern auf die Bahnhofstraße. "Das ist Schwabacher Fraktur", verrät die gelernte Kalligraphin. alc