Zum Bericht "Der Abbruch kostet eine Million" im FT vom Samstag ging folgender Leserbrief ein: Für einen angedachten Neubau des Vereinshauses wurde die Meinung der Herzogenauracher Bürger über die "Zukunftswerkstatt" abgefragt. Ich kann mich nicht erinnern, dass es eine Zukunftswerkstatt "Neubau Rathaus" gegeben hat.

Bürgermeister German Hacker hat in den letzten Monaten immer wieder betont, man sei, beispielsweise wegen der Umwidmung des Geländes, wo heute der Camping-Bahnhof noch steht, seit Monaten mit der Firma Schaeffler im Gespräch. Daher ist es für mich nicht glaubhaft, dass unser gut vernetzter Bürgermeister nicht schon im Vorfeld über die Erweiterungs- und Umzugspläne der Firma Puma informiert war.

Da gab es sicherlich Voranfragen, Hilfe bei Grundstücksverhandlungen etc. Die vier bis fünf Millionen, die das Interimsrathaus in der "Alten Puma" kostet, hätte man anders investieren können. Viele Mitbürger, mit denen ich gesprochen habe, sind der Meinung: Man hätte die "Alte Puma" zusammen mit einem Investor kaufen sollen, um dann anschließend - je nach Flächenbedarf - den Kaufpreis aufzuteilen. Leider wurde das Thema bewusst einfach ausgeblendet.

Es gab und gibt immer noch gute Ideen, wie das "Alte Rathaus" genutzt hätte werden können. Leider ist der Zug abgefahren, und schon beim Abbruch gibt es eine Kostensteigerung um 34 Prozent. Das wird sicherlich nicht das Ende sein, weil gerade das Thema Entsorgung von Bauschutt schwer kalkulierbar ist. Eine Kostensteigerung wird sich, da muss man kein Prophet sein, durch alle Hauptgewerke durchziehen. Mit anderen Worten, das Rathaus wird nach meiner Meinung 30 Prozent mehr kosten als geplant und ist dann auch noch zu klein für das geplante Mehr an Personal. In der "Alten Puma" wäre die Personalmehrung durch eine entsprechende Flächenaufteilung zwischen "Investor" und Stadtverwaltung berücksichtigt worden. So bekommt die Verwaltung zwar einen Neubau, aber leider ohne Erweiterungsflächen.

Wolfgang Schoepe, Herzogenaurach