Zum Muttertagstreffen hatte die Vorsitzende der Arbeit sozialdemokratischer Frauen, Christa Müller, geladen. Bei Kaffee und Kuchen ging Müller auf die Geschichte des Muttertags ein.
Von Anna Jarvis in den USA wurde der Muttertag ins Leben gerufen. Über England, die Schweiz und Schweden kam der Muttertag 1923 auch nach Deutschland.
Müller zeigte den steinigen Weg der Frauen zur Gleichberechtigung auf. Marie Jucharts war 1919 die erste Frau im Parlament. 1948 war Elisabeth Selbert mitbeteiligt für die Gleichstellung von Mann und Frau im Grundgesetz. Elly Heuss-Knapp gründete 1950 das Müttergenesungswerk. 1976 wurde das Scheidungsrecht geändert, das Schuldprinzip fiel weg. 1977 durften die Frauen ohne Zustimmung des Mannes arbeiten gehen.
Leider verdienten Frauen immer noch im Schnitt weniger und hätten damit auch weniger Rente. Die Betreuung von Kindern, Kranken und alten Menschen liege vorrangig auf den Schultern von Müttern und Frauen.
Bürgermeister Volker Schmiechen, der es sich nicht nehmen ließ die Feier zu besuchen schenkte jeder Mutter einen Blumenstock. Mit Mundartgedichten von Jakob Hoffmann, ließ Christa Müller den Nachmittag ausklingen. red