Er war ein Urgestein des Karnevalsclubs Herzogenaurach (KCH) und ein echtes Original: Gerd Bitter ist im Alter von 80 Jahren gestorben.
In Herzogenaurach gab es wohl kaum jemanden, der ihn nicht kannte, vor allem durch sein langjähriges Engagement für die Narrenzunft. Bitter war unter anderem 35 Jahre lang als Schatzmeister für die Finanzen des KCH verantwortlich und hatte seinen Posten erst 2013 an seine jüngste Tochter Petra Freitag übergeben. Vorsitzender Gerd Engert hatte sich damals dankbar im Bewusstsein um die Verdienste seines Schatzmeisters geäußert: "Der KCH stünde ohne Gerd Bitter nicht da, wo er derzeit steht: auf gesunden Füßen."
Bitter war aber nicht nur für die Finanzen des Vereins zuständig, sondern kümmerte sich auch viele Jahre lang um alles Organisatorische rund um die Prunksitzungen: Er übernahm den Kartenvorverkauf, rührte die Werbetrommel oder besorgte Getränke und half, wo er gebraucht wurde.


Träger des Schusterordens

Für sein Engagement bekam er diverse Auszeichnungen, unter anderem ehrten ihn der Fastnacht-Verband Franken (FVF) schon 1992 mit dem Till von Franken in Silber und die Herzogenauracher Narren 2008 mit ihrer höchsten Auszeichnung, dem Schusterorden. Die Laudatio auf Gerd Bitter hielt damals der Heimatvereinsvorsitzende Klaus-Peter Gäbelein. Darin charakterisierte er ihn so, wie ihn die Herzogenauracher in Erinnerung behalten werden: als einen manchmal schroffen, dabei aber trotzdem immer liebenswürdigen und humorvollen Menschen, der das, was er sagte, auch meinte.
Die Trauerfeier für Gerd Bitter mit anschließender Urnenbeisetzung findet am Mittwoch, 16. August, um 14 Uhr auf dem alten Friedhof in Herzogenaurach statt.