"Es ist großer Tag, nicht nur für die Feuerwehr, sondern für die gesamte Gemeinde Großheirath", betonte Bürgermeister Udo Siegel bei der Übergabe von zwei Fahrzeugen an die Feuerwehr Großheirath. Zwei Fahrzeuge zu übergeben, komme sehr selten vor. Die beiden mit Girlanden geschmückten Fahrzeuge standen zusammen mit der alten Feuerwehrspritze auf dem Platz vor dem Schützenhaus im Mittelpunkt der Feierlichkeiten.

Für die Feuerwehr Großheirath sei dies - neben der 150-Jahr-Feier im Jahr 2016 - das zweite große Ereignis innerhalb weniger Jahre, stellte Vorsitzender Marcus Henkel fest. Der Mannschaftstransportwagen, mit dem Funkrufnamen "Florian Großheirath 14/1" sei durch den Feuerwehrverein aus dem Gewinn der Jubiläumsfeier finanziert worden. Gerhard Schoder habe viel Zeit in die Aufbereitung des Transporters investiert. Dieser werde auch für die Kinder- und Jugendfeuerwehr eingesetzt. Der Vorsitzende rief dazu auf, bei der Feuerwehr mitzumachen.

"Die Freude bei den Aktiven ist schon riesengroß", ließ Kommandant Jens Zetzmann verlauten. Die Anschaffung des Löschgruppenfahrzeugs vom Typ LF 10 sei europaweit, zusammen mit den Feuerwehren Steinwiesen und Pullenreuth in der Oberpfalz, ausgeschrieben worden, um einen besseren Preis und höhere Zuschüsse zu bekommen. Das neue LF 10 gehöre nicht der Feuerwehr Großheirath, sondern allen Bürgern. "Es dient dem Schutz eines jeden", betonte Zetzmann. Die Wehrleute hätten schon eifrig damit geübt.

Bürgermeister Udo Siegel betonte, diese Anschaffung sei aufgrund der gewachsenen Anforderungen eine Notwendigkeit. Den Feuerwehrbedarfsplan habe Kommandant Zetzmann federführend mit den Ortswehren erstellt. Das neue LF 10 habe einen integrierten Wassertank, sei geländetauglich und könne bei Waldbränden eingesetzt und für Hochwassereinsätze genutzt werden. Es löse das bisherige Fahrzeug der Wehr, ein TSF-W, das die Wehr in Rossach erhalte, ab. Somit habe man in der Gemeinde jetzt ein zweites wasserführendes Fahrzeug. Die Kosten für das neue Fahrzeug beliefen sich auf 300 000 Euro. Man habe rund 85 000 Euro als Zuschuss von staatlicher Seite bekommen.

"Es kommt Hilfe!"

Der Bürgermeister stellte ein hohes Engagement bei den aktiven Wehrleuten fest. Diese hätten sich bereits mit der neuen Technik vertraut gemacht. Bei einem Unglücksfall oder bei einem Brand könne man sicher sein: "Es kommt Hilfe!"

Der Bürgermeister lobte die Entscheidung des Feuerwehrvereins, den neuen Mannschaftstransporter anzuschaffen und damit die Gemeinde zu unterstützen. Er übergab den Schlüssel an den Kommandanten Zetzmann.

Pfarrer Wolfgang Leikert erbat den göttlichen Segen für die beiden Fahrzeuge und die Mannschaft. mst