Eifrige Gärtner mögen ihren Garten lieber für sich, ohne die Anwesenheit von so manchen Tierarten, die dann vielleicht zur Ernte schneller da sind. Die Bund Naturschutzkindergruppe "Große Mausohren" lädt dieses Jahr wieder in ihren kleinen Gemüsegarten auf Zeit im Vorgarten des Anwesens an der Ecke Limmerstraße/Mangstraße ein (16.30 bis 18.30 Uhr, Termine immer an einem Mittwoch).
Gartenarbeitsinteressierte Kinder im Grundschulalter, mitarbeitende Erwachsene, aber auch viele, den Garten für sich entdeckende Tierarten sind herzlich willkommen. Blattlaus, Marienkäfer, Star, Nacktschnecke und Laufkäfer - ob "Helfer" oder "Genießer", sie machen mit ihrer Anwesenheit Gartenarbeit für Kinder interessant. "Wer frisst was und wer frisst wen" ist dann die Frage.
Im kleinen Gemüsegarten der Naturschutzkindergruppe geht es somit vorrangig um Naturbeobachtung und Artenvielfalt vor Ernte - dafür stehen Becherlupen, Binokulare und allerlei Bestimmungsbücher bereit.
Wenn dieses Jahr einmal ganz im Zeichen der "Gartentiere" stehen soll, werden alle jahreszeitlich anfallenden Arbeiten natürlich zuerst erledigt und wird beim Pflanzenanbau genauso weiter experimentiert: Was passt in den Garten, keimt, wächst gut, gibt eine gute Ernte?
Alte und neue Gemüsesorten haben nun schon ihre festen Plätze: im Frühbeet der Salat und Spinat, am Rankgerüst die Feuerbohnen, den Gartenzaun entlang Sommergetreidesorten wie Emmer, Hafer, Dinkel und Gerste. Bis zu ihrer Aussaat ist noch Zeit, doch womit geht's los?


Auftakt am 31. Januar

Das erste Treffen findet am kommenden Mittwoch, 31. Januar, statt. Als "Winter- & Warmmacharbeiten" fällt nach einem Jahr einiges an: Zaun- und Rankgerüste reparieren, ein Vogelfutterhäuschen aufbauen und bestücken und zum Schluss kalte Hände am kleinen Winterfeuer aufwärmen.
Ob am neuen Vogelhäuschen schon Betrieb herrscht? Es dient mehr der Beobachtung. Besser ist es, verblühte Pflanzen mit Körner- und Samenständen, vielleicht wirklich eine Distel für die gefiederten Wintergartengäste stehen zu lassen. Zur "Stunde der Wintervögel" am 28. Februar geht es auf Beobachtungs- und Zählrunde durch die Stadt. "Vorsicht! Erdarbeiten" heißt es am 21. März. Beim Umgraben und Vorbereiten der Beete sollte man lieber die Gabel verwenden. Das rettet vielen Regenwürmern das Leben.
Am 25. April ist es sicher so weit und die "Flugsaison eröffnet". Welche fliegenden Insekten sind bereits unterwegs und zu beobachten? Die Erdhummelkönigin ist oft die Erste und gleich auf der Suche nach Taubnesseln - den Purpurroten, nach lilablauen Günsel und Gundermann.
"Schneckenschnell" - das ist ja ein Widerspruch, dem am 16. Mai nachgegangen wird. Kaum zeigen sich die ersten Keimblätter und Salatblättchen, sind sie manchmal über Nacht wieder weg, war jemand Langsames schnell zur Stelle: die Schnecken. Die "einen" Großen sorgen für schlechtes Image beim Gärtner, doch ist es interessant, nach den Kleineren, ihrer Vielfalt, den jeweiligen Nahrungsvorlieben zu schauen, einmal "Schnecke" allgemein und im Besonderen von Fühler über Haus bis Fuß unter die Lupe zu nehmen, ist es schließlich spannend und lustig, sie oder uns in so manchen Schneckenwettlauf zu schicken.
Am 28. Juni ist sie der Star: "Die Blattlaus" - es gibt ein Porträt der Kleinsten unter dem Binokular. Beim nächsten Treffen am 27. Juli geht es um "Blattkäfer, Laufkäfer, Punktkäfer". red