von unserem Mitarbeiter Markus Häggberg

Lichtenfels — Während die Organisatoren des Rahmenprogramms entspannt auf den 21. Juni blicken, schaut der Ideengeber des Laufs, Jürgen Steinmetz, noch mit leichter Sorge auf die Routenplanung - zwar mit der ihm eigenen Spur an Optimismus, aber auf der Pressekonferenz im Büro des City-Managers Werner Schiffgen wurde dennoch klar: bei der anstehenden vierten Auflage des Flechtkulturlaufs verläuft nur fast alles nach Plan.

Baustellen gefährden Lauf

Bauarbeiten am Wallenstadter Wehr, Bauarbeiten auch an der Unterführung in der Coburger Straße. Beide Punkte sind derzeit neuralgische Punkte, denn durch sie führen geplante Laufstrecken. Steinmetz, Vorsitzender des ASC Burgberg, hat "verschiedene Stimmen gehört" - "verschieden" in den Prognosen zum Ende der Bauarbeiten. Er hoffe darauf, dass sich bis zum Stichtag so viel getan haben werde, dass die bisherigen Laufrouten beibehalten werden können.
Dazu will er eine Woche vorher eine Begehung der angesprochenen Orte machen. "Der Durchlauf wird klappen", sagt der Mann, der auch Umgehungen in den Streckenverlauf einplanen kann. Alles eine Frage der Ausschilderung.
329, 549, 600 und jetzt 700 bis 800. Die Entwicklung der Teilnehmerzahlen des Flechtkulturlaufs liest sich wie eine Erfolgsmeldung. Sportlich gesehen ist sie das auch. Aber auf die Frage, ob der Einzelhandel vom Zustrom an Freizeitsportlern profitiere, antwortet Sieglinde Allgaier knapp: "Nein". Doch die Vorsitzende der Aktionsgemeinschaft Treffpunkt Lichtenfels, die ebenso wie der Stadtmarketingverein und das städtische Tourismus- und Kulturamt für das Rahmenprogramm mitverantwortlich ist, wird sofort von Günter Herold korrigiert. Der Gastronom ist für die Bewirtung der Läufer verantwortlich und verweist darauf, dass zumindest das Gastronomie-Gewerbe vom Zustrom der sportlichen Laufkundschaft profitiere.
Pro ambitioniertem Freizeitläufer, der für dieses Ereignis aus Halbmarathon, Nordic-Walking-Strecke und weiteren langen Distanzen bis zu 16 Euro Startgeld bezahlt, käme noch mitreisender Anhang nach Lichtenfels. Dieser würde hier jedoch nicht übernachten, erklärt Harald Fischer vom Tourismus-Büro auf Nachfrage.

After-Runners-Party

Die Ankömmlinge würden im Regelfall erst am Tag des Laufs anreisen - Beginn ist um 16.30 Uhr, die Läden schließen um 17 Uhr - und bis zum 22. Juni bleibe nur, wer Angebote wie die After-Runners-Party wahrnehmen wolle. Eben darum, so Steinmetz, sei es wichtig, den Lauf in Kulturangebote einzubetten: Freitag und Sonntag sollten Veranstaltungen stattfinden und der Kulturlauf am Tag dazwischen. Eine Aufgabe, die die Kooperation aller Beteiligten fordere.