Gut besucht war zum Weltgebetstag 2019 auch die Pfarrkirche St. Thomas in Wallenfels. Mit einem herzlichen "Dober dan" begrüßten die Frauen des Weltgebetstagsteams aus Wallenfels die zahlreichen Besucher in der Pfarrkirche.

Die Zweite Vorsitzende des Katholischen Frauenbundes, Elisabeth Behrschmidt, erinnerte besonders an die beiden verstorbenen Frauen Erika Pöhner aus der Schnaid und Rosi Kirchner aus Bernstein, die immer ein Teil des Weltgebetstages waren. Vor dem Messaltar war ein gedeckter Tisch aufgebaut und der Altar war mit der Fahne Sloweniens und einer Landkarte des Landes geschmückt. Landesübliche Utensilien wie Brot, Bibel, Salz, Lavendel, Honig und rote Nelken verschönerten den Altar und gaben Hinweise auf die Bedeutung für das Land

"Kommt, alles ist bereit" - so heißt das Thema des diesjährigen Weltgebetstages, den die Frauen aus Slowenien erarbeitet haben. "Kommt, alles ist bereit" - so sagt auch Gott zu den eingeladenen Gästen. Doch diese haben alle anderes zu tun. Und so lässt er seine Diener die Armen, Krüppel, Blinden und Lahmen in den Festsaal bringen.

Wie ein roter Faden zog sich diese Botschaft durch den Gottesdienst. "Es ist noch Platz an deinem Tisch", hieß es in einem Lied und "du lädst uns ein und wir kommen gern". Kommen wir wirklich gerne zum Herrn oder haben wir Ausreden so wie die Gäste im Gleichnis vom Festmahl? In fröhlichen Liedern, aber auch in nachdenklichen Erzählungen von Frauen aus Slowenien erkennt man ein Volk, das sehr christlich geprägt ist und eine bewegte Vergangenheit hat. Erst im Jahr 1991 wurde Slowenien unabhängig, in einem nur zehn Tage dauernden Unabhängigkeitskrieg. 57,8 Prozent der Einwohner sind römisch-katholisch, 2,4 Prozent Muslime, 2,3 Prozent Orthodoxe und 0,8 Prozent Protestanten.

Das Bild des Weltgebetstages zeigt das Gleichnis vom Festmahl. Der Tisch stellt nicht nur thematisch den Mittelpunkt des Bildes dar. Als Ausdruck der Liebe und Gastfreundschaft ist er mit einem aus Honig bestehenden Lebkuchenherz geschmückt, das mit einer Nelke verziert wurde. Unterhalb des Tisches sieht man verschiedene Frauen, eine Obdachlose, Blinde und Gehörlose, außerdem eine spastisch gelähmte Frau. Sie alle verbindet die freudige Annahme der Einladung. Nach dem Gottesdienst trafen sich die Frauen noch zu einem gemütlichen Beisammensein und guten Gesprächen im Pfarrheim. Der Weltgebetstag 2020 wird von den Frauen aus Simbabwe gestaltet. sd