Im Bereich des Rannunger Berges sowie der Altenhart wurden in Privatwaldbeständen Eichenprozessionsspinner gefunden, teilt die Gemeindeverwaltung Oerlenbach mit und warnt gleichzeitig vor allergischen Reaktionen.
Wer sich jetzt im Wald oder am Waldrand aufhält, sollte auf die Raupen und Gespinste der Eichenprozessionsspinner achten, heißt es in der Mitteilung weiter.
Eichenprozessionsspinner kommen vor allem in lichten Eichenwäldern vor. Eine Berührung der Raupen kann allergische Reaktionen an den Atemwegen und der Haut auslösen. Aber auch ihre Gespinste stellen eine nicht zu unterschätzende Allergiequelle dar. Sie haften noch Monate nach dem Schlüpfen an Bäumen und Büschen oder liegen auf dem Boden. Direkter Kontakt ist auf jeden Fall zu meiden, warnt die Gemeinde.
Die feinsten Raupenhärchen sind von sehr langer Haltbarkeit. Deshalb geht die Gefährdung nicht nur von den Raupen, sondern auch von den verlassenen Nestern aus, in denen sich die Brennhaare auch dann noch befinden, wenn die Raupen sich bereits gehäutet und verpuppt haben. Diese verlassenen Nester stellen noch lange Zeit eine Allergiequelle dar.
Typische Hautreaktionen sind Juckreiz, Ausschlag, Quaddeln und Bläschen. Außerdem können Entzündungen der Schleimhäute - wie an der Augenbindehaut und Rachenschleimhaut - sowie Atemnot auftreten.


Kontakt vermeiden

Die einfachste und wichtigste Schutzmaßnahme ist, den Kontakt mit den Brennhaaren zu vermeiden. Wer nicht unbedingt muss, sollte befallene Waldgebiete nicht aufsuchen.
Lässt sich die Arbeit in der Nähe befallener Bäume oder Sträucher nicht umgehen, dann sind Schutzmaßnahmen zu treffen. Es wird das Tragen persönlicher Schutzausrüstung empfohlen.


Besser sofort zum Arzt

Sollten während der Arbeit Hautreaktionen oder Atemwegsbeschwerden festgestellt werden, so sollte die Tätigkeit sofort abgebrochen werden und umgehend ein Arzt aufgesucht werden, teilt die Gemeinde mit. Der Arzt soll darüber informiert werden, dass es einen Zusammenhang zwischen den Symptomen und den Brennhaaren des Eichenprozessionsspinners geben kann.
Weiterführende Informationen gibt es im Internet unter dem Suchbegriff: Eichenprozessionsspinner, teilt die Gemeindeverwaltung Oerlenbach weiter mit. red