Acht Stunden Volksmusik mit 30 Volksmusikgruppen in 15 verschiedenen historischen Stuben - so kann der Tag der Fränkischen Volksmusik im Fränkischen Freilandmuseum des Bezirks Mittefranken in Bad Windsheim kurz auf einen Nenner gebracht werden.
Doch das würde seiner Charakterisierung nicht wirklich gerecht, denn was die Museumsbesucher am Sonntag, 24. Juni, von 10 bis 18 Uhr zu hören bekommen, ist ein bunter Querschnitt ehrlicher fränkischer Volksmusik, weit jenseits von Volkstümelei. Dafür sorgt Projektleiterin Heidi Böhringer, die diese Aufgabe ab diesem Jahr übernimmt. Sie musiziert seit ihrer Jugend und wirkt in verantwortlichen Positionen bei der Eschenbacher Hausmusik, den Aurataler Sängern und den Eschenbacher Madli mit.


Musik und Mundart

In diesem Jahr sind beim Tag der Volksmusik neben vielen anderen die Walder Dorfmusik, die "KnopfSaitn", die Vacher Stubenmusik, die Wörnitzrussen, das Karl-Heinz-Leipold-Duo, Blechakkord, die Niederndorfer Saitenmusik, der Hammerbacher Singkreis, die Burgfarrnbacher Sängerinnen und Saitenmusik, die "Blechernen Sait'n" in Kooperation mit Mundartkünstler Stefan Thumann, die "Rost'nhof-Musikanten" mit Mundartkünstlerin Emmi Weiss, "Hi + Ha", die "Ohrahüller", die Veitsbronner Volksmusikanten, der Fischbacher Viergesang, das Weißenburger Klarinettentrio und der Posaunenchor Kiliansdorf dabei. Alle, die an tragbarer Tracht interessiert sind, werden bei Monika Bürks in ihrer Trachtenwerkstatt fündig, teilt das Freilandmuseum mit.
Auch für Kinder wird viel getan, um sie für Volksmusik zu begeistern. Gerne wahrgenommen wird das Kinderliedersingen und Tanzen im und am Schulhaus mit Kurt Reithofer. Im Sommerkeller Weinbergshof stellt sich die Arbeitsgemeinschaft fränkische Volksmusik an ihrem Informationsstand vor und im Jagdschlösschen aus Eyerlohe können sich Museumsbesucher über die Arbeit der Forschungsstelle Fränkische Volksmusik und über deren beeindruckende Sammlungen zu Liedern, Instrumentalmusik und Tanz informieren.Der Eintritt kostet sieben Euro, ermäßigt sechs Euro, Familien bezahlen 17 Euro, Teilfamilien zehn Euro. red