Anlässlich seines 50. Geburtstags ließ der Ehrenbürger der Marktgemeinde Mitwitz und ehemaliger Landrat, Heinz Köhler, in seiner Heimatgemeinde in der Parkanlage am Lindenweg einen Brunnen errichten, zum Gedenken an die Mitwitzer Geschichtsschreiber, den Gebrüdern Dötschel, Andreas (1607 bis 1638) und Georg Dötschel (1618 bis 1680), beides Bauern- und Handwerkssöhne, die sich auf das Schneiderhandwerk verstanden und ein Tagebuch verfassten.
Der vom Kronacher akademischen Bildhauer Heinrich Schreiber geschaffene Brunnen aus Dolomitstein erhielt deshalb auch den Namen Gebrüder-Dötschel-Brunnen. Jetzt, 25 Jahre später zu seinem 75. Geburtstag, ließ Köhler für den Brunnen eine Beleuchtung mit fünf LED-Bodeneinbaustrahlern installieren, die nun rechtzeitig zur Mitwitzer Kirchweih am Donnerstagabend zum ersten Mal eingeschaltet wurde.
Die Kosten - einschließlich der Erdverkabelungsarbeiten in Höhe von rund 3400 Euro - wurden komplett von Köhler aus den Spenden zu seinem Geburtstag übernommen. 1. Bürgermeister Hans-Peter Laschka und 2. Bürgermeister Jürgen Kern dankten im Namen der Marktgemeinde Heinz Köhler für diese großzügige Geste, für die von der Gemeinde keine Mittel zur Verfügung gestellt werden mussten.
Mit der Beleuchtung des Gebrüder Dötschel-Brunnens, die an die Schaltzeiten der Ortsbeleuchtung angeschlossen wurde, erstrahlt, so Bürgermeister Laschka, in Zukunft noch mehr in einem schönen Licht.


Tagebuch im Brunnen

Nach Abschluss des Beleuchtungskonzptes im Rahmen des Projektes "Ort schafft Mitte - Mitwitz auf den Punkt gebracht" werden auch das Rathaus, die Mauer bei der Gastwirtschaft "Zum steinernen Löwen", die Sparkasse und der Dorfplatz angestrahlt und somit zur weiteren Ortsverschönerung beitragen. Dass der Gebrüder-Dötschel-Brunnen am östlichen Ortseingang von Mitwitz so schnell eine Beleuchtung erhielt, dafür bedankte sich Heinz Köhler auch beim Elektromeister für Straßenbeleuchtung von der SÜC Coburg, Mario Röder, für die schnelle Bauausführung. Bei der ersten Beleuchtung ging Köhler auch kurz auf die Geschichte des Brunnens ein, der auf einem ehemaligen Richtplatz erbaut wurde. Das Dötschel-Tagebuch findet im Brunnen seinen Platz auf einer Rundsäule aus Dolomitstein, gekrönt durch eine Fünfecksäule aus gleichem Material. Das Tagebuch in der Mitte des Brunnens soll Eindrücke und Aufzeichnungen aus dem Leben der beiden Mitwitzer Brüder widerspiegeln. hfm