"Die Ehrenamtlichen sind nahe an den Problemen dran, dabei ist es gleichgültig, ob in der sozialen Arbeit, im Sport, in den Kirchen oder in anderen Verbänden oder in der Kommunalpolitik", so zitierte der stellvertretende Landrat Rainer Mattern den ehemaligen Bundespräsidenten Roman Herzog bei der Ehrung von Menschen, die schon seit Jahrzehnten ehrenamtlich im BRK Dienst tun. Geehrt wurde auch Gemeinderat Jürgen Friedrich aus Weidhausen. Ort der Ehrung war im Landratsamt.

Vielfältig tätig

Rainer Mattern sagte, Gemeinde- und Stadträte seien oftmals auch in Vereinen und Organisationen oder in der Kirche für das Gemeinwohl tätig. Oft unterschätzten diese Menschen ihre wertvolle Tätigkeit. Jeder Bereich der Gesellschaft sei von freiwilligem Tun geprägt. Das reiche von den sozialen Diensten über Kultur- und Freizeitvereine bis hin zum Rettungswesen und dem Schöffenamt. Mattern: "Dafür wird viel Freizeit aufgewendet, Stunden, die niemand bezahlen könnte." Manchmal ernteten Menschen, die sich für das Gemeinwohl einsetzen, Kritik für ihr bürgerschaftliches Engagement. Das Ehrenamt gebe aber auch viel zurück, etwa das Gefühl, etwas Sinnvolles getan zu haben. Außerdem lerne man gleichgesinnte Menschen kennen und sammle neue Erfahrungen. Engagieren für das Gemeinwohl könne sich jeder, sagte Mattern, bevor er an Jürgen Friedrich, seit 2000 bis heute im Gemeinderat der Gemeinde Weidhausen, die Dankurkunde für kommunale Verdienste des Freistaates Bayern, unterzeichnet von Innenminister Joachim Herrmann, überreichte.

Auch die Vertreter der Gemeinde Weidhausen würdigten Jürgen Friedrich als erfahrenen Gemeinderat, der viele Entscheidungen, die die Gemeinde prägten, mit getroffen habe. Auch Michael Busch, neuer SPD-Landtagsabgeordneter, lobte die Leistungen Friedrichs in der Kommunalpolitik.

Mit dem Motto des Roten Kreuzes "Durch Menschlichkeit zum Frieden" leitete Mattern zur Ehrung von verdienten BRK-Ehrenamtlichen in Stadt und Landkreis über. Mattern erinnerte an den Ersten Weltkrieg, bei dem schon damals das Rote Kreuz gebraucht wurde. Heute habe die Hilfsorganisation ihre Tätigkeit ausgeweitet auf Rettungsdienst, Sozialarbeit und Katastrophenschutz. Die Mitarbeiter leisteten seit vielen Jahren einen großen Beitrag, um die Gesellschaft friedlicher, lebenswerter und stabiler zu machen. "Die Mitglieder des Rotkreuzes, die viele Veranstaltungen in Stadt und Landkreis sanitätsdienstlich absichern, sind aus unserer Gesellschaft nicht mehr wegzudenken", betonte Rainer Mattern. Er ging weiter auf einige Grundsätze des Roten Kreuzes ein, wie Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Unabhängigkeit. Rainer Mattern dankte im Namen des Kreistages und des Bayerischen Innenministers Joachim Herrmann. Er verband dies mit dem Wunsch, die Jubilare möchten sich weiterhin im Zeichen der Menschlichkeit für die Mitbürger einsetzen. Lobende Grußworte sprachen auch die Zweite Bürgermeisterin der Stadt Coburg, Birgit Weber, und die Zweite Bürgermeisterin der Stadt Neustadt, Elke Protzmann, sowie MdL Michael Busch und Gemeindevertreter aus Dörfles-Esbach und Weidhausen. Daniel Völler und Claus Weigand sowie Kreisgeschäftsführer Jürgen Beninga von der Kreisbereitschaftsleitung hatten für jeden zu Ehrenden eine Laudatio parat.

Mit Urkunde und Ehrenzeichen wurden folgende BRK-Mitglieder für 25 Jahre Dienst geehrt: Daniela Kahlo (Coburg), Helmut Böhm, Jochen Kaiser (Dörfles-Esbach), Christian Kalter (Neustadt), Markus Reißenberger (Sonnefeld), Ermine Stingel (Bad Rodach), Daniel Völler, Tobias Kalter, Jan Hempfling (alle Mitwitz). Für 40 Jahre ehrenamtliches Engagement beim Bayerischen Roten Kreuz wurde Udo Bär aus Rödental besonders geehrt. mst