Waltraud Enkert Hemhofen — 65 Jahre sind Elisabeth (86) und Andreas Lang (87) aus Hemhofen verheiratet. Andreas Lang ist ein gebürtiger Hemhofener und wuchs mit sieben Geschwistern auf. Seine Frau Elisabeth stammt aus dem ehemaligen Jugoslawien und kam als Heimatvertriebene nach Hemhofen.

Kennengelernt haben sich die beiden auf einem Ball der Sudetendeutschen. Auf der Kirchweih in Hemhofen haben sie die Freundschaft vertieft. Vier Jahre später, im Mai 1954, war dann Hochzeit. Vier Kinder wurden geboren, inzwischen gehören zwölf Enkel und neun Urenkel zur Familie.

Andreas Lang hat Schneider gelernt, bevor er als Eisenbieger am Bau arbeitete. An vier Brücken der A 3 und zwei der A 73 hat er mitgebaut. Seine Frau war zunächst im Haushalt beschäftigt, dann wechselte sie zu Weber und Ott nach Forchheim. Als die Kinder kamen, kümmerte sie sich um Familie, Haushalt und Garten.

Den Jubelbräutigam könnte man einen richtigen Vereinsmeier nennen. 70 Jahre lang war er bei der Feuerwehr, davon 25 Jahre als Hornist. Das bedeutet, dass er im Ernstfall im Dorf herumfuhr und Alarm blies - solange, bis dann die Sirenen diese Aufgabe übernahmen. Er war Gründungsmitglied im Spielmannszug und 51 Jahre aktiver Trommler, 50 Jahre Sänger im Gesangverein, 45 Jahre im Gartenbauverein und 50 Jahre im Kaninchenzuchtverein. Dort war unter anderem der Fellwart. Andreas Lang erklärt, was ein Fellwart zu tun hat: Wenn Vereinsmitglieder Kaninchen geschlachtet haben, haben sie ihm die Felle gebracht. Er hat sie an eine Gerberei verkauft und der Erlös floss in die Vereinskasse.

Glückwünsche überbrachten auch Bürgermeister Ludwig Nagel (CSU) und stellvertretende Landrätin Gabriele Klaußner (CSU).