Die Landebahn auf der Brandensteinsebene war schon in Sichtweite - da setzte der Motor der Beechcraft aus. So geschehen am Sonntagnachmittag um 14 Uhr am Coburger Verkehrslandeplatz Brandensteinsebene. Der 60-jährige Pilot verständigte nach Angaben des Portals News 5 noch den Tower, dann setzte er seine Maschine in einen Acker zwischen Löbelstein und der Rögener Hütte, nur wenige Meter vom Flugplatzgelände entfernt.

Die Außenlandung glückte insoweit, als der Pilot und seine Ehefrau mit leichten Verletzungen selbst aus der havarierten Maschine aussteigen konnten. Das Flugzeug selbst erlitt Totalschaden: Ein Flügel und der Motor wurden bei der Landung abgerissen. Der Schaden wird auf 70 000 bis 80 000 Euro beziffert. Die Maschine gehört d dem Aeroclub Coburg und wird regelmäßig an Mitglieder vermietet. Das Ehepaar, das aus Thüringen stammt, war von Augsburg nach Coburg geflogen.

Das Flugzeug ist mit einem Notrufsystem ausgestattet, so dass die Integrierte Leitstelle und die "Search and Rescue" (SAR)-Station in Würzburg automatisch verständigt wurden. Der Hubschrauber flog auch nach Coburg, doch die Besatzung konnte sich darauf beschränken, die Unfallstelle zu fotografieren.

Der Flugplatz Brandensteinsebene selbst war für einige Zeit nach dem Unfall komplett gesperrt. Flugzeuge, die landen wollten, wurden abgewiesen. Es hätten aber am Sonntag keine Landeanmeldungen vorgelegen; die Piloten, die hätten landen wollen, seien spontan angereist, sagte ein ehrenamtlicher Mitarbeiter des Aero-Clubs. Seinen Angaben nach war der Tower an diesem Nachmittag mit ehrenamtlichen Flugleitern besetzt.

Was die Ursache für den Motoraussetzer war, ließ sich am Sonntag noch nicht sagen. Piloten legen aber Wert auf die Feststellung, dass es sich bei der Havarie nicht um einen Flugzeugabsturz handelt, sondern um eine Außenlandung. Solche Unfälle und schwere Störungen des Luftverkehrs müssen der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung in Braunschweig gemeldet werden. sb