Seit nunmehr 30 Jahren setzt die Biotop- und Artenschutzgruppe des Höchstadter Fischereivereins nicht nur unzählige Kleinfische zum Artenschutz in der Aisch aus, sondern auch deutsche Edelkrebse. Bei regnerischem Wetter am Samstag trafen sich Jungfischer und erwachsene Vereinsfischer zu einer weiteren Krebsaktion.

Vom zertifizierten Krebsaufzuchtbetrieb von Michael Bäuml aus Tischenreuth wurden 200 dieser Tiere angeliefert. Vorsitzender Klaus Müller und Biotopsprecher Paul Neudörfer erläuterten, dass diese zweijährigen Krebse drei Mal im Jahr ihren Panzer abwerfen und in diesem Stadium als Butterkrebse gerne von Aalen verspeist werden. Dennoch rechnen die Experten damit, dass sich 20 Prozent der Krebse fortpflanzen. Während man in Teichen ein Mischverhältnis von einen Männchen und fünf Weibchen als Besatz haben sollte, wird in der Aisch 1:1 besetzt. Die beiden Verantwortlichen berichteten, dass man in Reusen schon Krebse fand. Das zeige, dass es in der Aisch dank ihrer guten Wasserqualität eine gute Entwicklung gebe. Natürlich, so Müller, sei neben den artgeschützten Fischen auch der Edelkrebs mit einer ganzjährigen Schonzeit belegt. pn