Norbert Neugebauer

Nordhalben — Eine neue Facette von Kunst lernten die Besucher der jüngsten Ausstellung "Weiße Tage - Faden-Form (und) Licht" im Nordhalbener Künstlerhaus von Edelgard Stryzewski-Dullien aus Essen kennen, die nur zwei Tage zu sehen war.
Bei der Vernissage erläuterte sie ihren Werdegang und ihre Herangehensweise an die Umsetzung ihrer Ideen, die aus den unterschiedlichsten Inspirationen entstehen. Arbeiten mit Titeln wie "Kanalkanallien", "Cellulitis 1 - 3" oder "Parkplatzpolka" zeigen ein selbstironisches Verständnis ihres Schaffens.


Großformatige Arbeiten

Mit Textilien der unterschiedlichsten Art zeigte bei der Sparkasse Kulmbach-Kronach in Nordhalben zumeist großformatige Arbeiten zu unterschiedlichen Themen, die von Umsetzung des Märchenstoffs der schönen Lau auf fahnengroßen Bahnen an der Außenfassade über an Kleiderständern drapierten "Lichtbildern" mit menschlichen Körpern über abstrakte Bilder reichte. Je nach Lichteinfall und -quelle offenbarten sich dabei teils frappierende Sichteffekte.


Sehr effektvoll

Darüber und durch die Machart gab es doch reichlich Verblüffung. "Schon erstaunlich, was man aus alten Bettlaken und Lumpen machen kann", meinte auch ein angetaner Bürgermeister Ludwig Pöhnlein.
"Kunst ist die irdische Schwester der Religion" hatte zu beginn Herbert Frank als Leiter des Künstlerhauses Adalbert Stifter zitiert. Frank hatte zusammen mit seiner Frau Angelika Böhmer-Frank und Thomas Daum die Eröffnung mit alten fränkischen Tanzweisen musikalisch ausgestaltet.
Die Künstlerin bedankte sich für die gute Aufnahme im Künstlerhaus und in Nordhalben, wo sie eine Woche lang arbeitete.