Anders als in einigen Tagen bei den Bundestagswahlen, bei denen das Wahlrecht ein Mindestalter von 18 Jahren vorschreibt, hieß es für Schüler der zehnten, elften und zwölften Jahrgangsstufe des Friedrich-Rückert-Gymnasiums in Ebern wenige Tage vor dem wichtigen Wahlsonntag bereits: "Du hast die Wahl!"
Bei dem bundesweiten Projekt "U-18-Wahl" konnten die Jugendlichen laut einer Mitteilung aus der Schule in insgesamt 1616 Wahlbüros über ganz Deutschland verteilt schon einmal ausprobieren, wie das mit dem Wählen später funktionieren wird.


Originale Kabinen

Eines dieser Wahlbüros stand in der Aula des Eberner Gymnasiums mit den originalen Wahlkabinen und der Urne der Stadt Ebern. Die dadurch entstandene Atmosphäre sorgte bei dem einen oder anderen Teilnehmer für gewisse Aufregung.
Möglich machten das Projekt die diesjährigen Abiturienten Vanessa Dietz und Jan Batzner, die gemeinsam mit den Geschichte- und Sozialkundelehrkräften die Wahl vorbereitet und mit großem Engagement umgesetzt haben.
Allein in Nürnberg waren 17 Wahlbüros registriert, dagegen gab es zunächst weder in Ebern, im Landkreis Haßberge, noch im gesamten Wahlkreis auch nur ein einziges. Das motivierte die ehemaligen Schüler, das Projekt anzustoßen und ein Wahlbüro anzumelden, denn "die U-18-Wahl ist nicht nur für Jugendliche aus Städten, sondern für alle gedacht", so Jan Batzner.
Die insgesamt 191 jungen Wähler des FRG, die sich im Unterricht zuvor mit zentralen Inhalten der Wahlprogramme vertraut gemacht hatten, nahmen ihre Aufgabe durchaus ernst. Sie bewiesen bei der "U-18-Wahl", dass sie mit der Möglichkeit des Wählens verantwortungsvoll umgehen können. red