Der neu gegründete Ortsverband der Grünen geht zügig und zielstrebig ans Werk, um sich den Belangen der Stadt und den Bürgern Eberns zu widmen. Jetzt verabschiedete die Partei, wie sie mitteilte, im Gasthaus "Frankenstuben" ihre Kandidatenliste für die Kommunalwahl 2020.

Dabei sind die Grünen eigentlich nicht neu in Ebern: Als Eberner Alternative Liste/Die Grünen engagieren sie sich seit zwölf Jahren mit einem gewählten Stadtrat und haben manches erreicht.

Denkt man beispielsweise an das ehemalige Kasernenareal. Dort wurde zusammen mit dem Bund Naturschutz ein Motorsportpark mit Rennstrecke verhindert, und das Gelände steht heute den Ebernern unter anderem als Naherholungsgebiet zur Verfügung.

"Biologische Vielfalt"

Des Weiteren engagierte sich der grüne Stadtrat Klaus Schineller im Zusammenhang mit "Fair Trade" Ebern und beteiligt sich am Ringen um den "Marktplatz der biologischen Vielfalt". So wird nach eigenen Angaben deutlich, dass sich diese Menschen seit vielen Jahren mit grüner Politik für Ebern intensiv einsetzen.

So haben es auch Oliver Kröner und Klaus Schineller in ihrer Rückschau auf die politische Arbeit zu Beginn der Veranstaltung in den "Frankenstuben" getan.

13 Bewerber

Anlässlich der Aufstellungsversammlung freute sich die Sprecherin Anne Schneider, dass 17 Mitglieder und Interessierte sowie vom Vorstand der Kreisgruppe Haßberge Harald Kuhn aus Zeil, der als Wahlleiter fungierte, gekommen waren.

Der Ortsverband hat folgende Liste mit 13 Kandidaten beschlossen: Auf Platz eins steht Anne Schneider, Sprecherin des Ortsverbandes. Sie ist wohnhaft in Heubach, im Klinikum Bamberg beschäftigt und hat sich als EDV-Dozentin sowie mit Reittherapie einen Namen gemacht. Schneider wirkt seit langer Zeit im Bund Naturschutz Haßberge mit. Platz zwei belegt der bisherige Stadtrat und Biolandwirt Klaus Schineller. Auf dem dritten Platz befindet sich Alexander Hippeli, langjähriger Geschäftsführer des Bundes Naturschutz Haßberge. Auf Platz vier steht Henry Dittrich, Polizeioberkomissar a. D. aus Jesserndorf, für soziale Gerechtigkeit.

Ebenfalls wohnhaft in Jesserndorf, sieht die Kunsthistorikerin Sabine Wagner auf Platz fünf ihren Schwerpunkt in der Erhaltung und Pflege des kulturellen Erbes der Region. Auf die weiteren Plätze wurden berufen: der 19-jährige Leo Ruppert, Dominik Deringer, Gisela Röder, Daniela Behringer, Thomas Hennig, Peter Ruppert, Jörg Röder und Justus Vogt.

"Ausgewogene Liste"

Entstanden ist laut Grünen-Ortsverband "eine vielfältige und ausgewogene Liste: Alle Altersgruppen werden vertreten, die Kandidaten entstammen den unterschiedlichsten Berufsgruppen, stehen daher auch für unterschiedliche Blickwinkel, unter welchen sie gemeinsam für grüne Politik in Ebern agieren. Allesamt sind sie im Natur- und Umweltschutz oder aktiv im Gemeindeleben tätig". red