Die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Haßberge hat mit Eberhard Hahn einen neuen Naturschutzwächter. Ab 1. Juli ist er zuständig für den Bezirk Hofheim, Aidhausen, Riedbach, Bundorf und Burgpreppach, wie das Amt in Haßfurt mitteilte. Regierungsrat David Filberich, der Abteilungsleiter für den Bereich Bau und Umwelt am Landratsamt Haßberge, überreichte dem neuen Naturschutzwächter im Beisein von Bernd Janik und Winfried Seufert von der Unteren Naturschutzbehörde die Bestellungsurkunde sowie Dienstausweis und Dienstabzeichen.


Im Ehrenamt tätig

Naturschutzwächter sind ausschließlich ehrenamtlich und in ihrer Freizeit tätig. "Ich liebe die Natur, bin sehr gerne draußen unterwegs, da kann ich diese neue Tätigkeit gut miteinander verbinden", so Eberhard Hahn.
Im Wesentlichen versteht sich die Naturschutzwacht als eine Verstärkung der Naturschutzbehörde draußen vor Ort, als eine Art Naturschutz-Polizei. Die Naturschutzwächter informieren die Bürger über den richtigen Umgang mit der Natur und überwachen die Einhaltung von Naturschutzgesetzen. Und das heißt, sie sorgen dafür, dass niemand geschützte Pflanzen abreißt oder ausgräbt oder dass niemand im Naturschutzgebiet unerlaubt angelt, zeltet oder Feuer macht. Durch Aufklärung und Beratung wollen die Naturschutzwächter in erster Linie Verständnis für die jeweiligen Naturschutzmaßnahmen wecken. So sprechen Naturschutzwächter zunächst mit Wanderern oder Erholungssuchenden, die beispielsweise mit dem Auto außerhalb vorhandener Wege fahren oder im Baggersee schwimmen. Auf ihren Kontrollgängen gehen sie regelmäßig schutzwürdige Gebiete ab, wie Naturschutzgebiete, Naturdenkmale und Landschaftsschutzgebiete, und erstatten der Naturschutzbehörde im Landratsamt Bericht. Sie wachen darüber, dass die Rechtsvorschriften eingehalten werden, und dürfen Verstöße auch verfolgen und ahnden. Das heißt, sie haben einige "hoheitliche Befugnisse". So dürfen sie jemanden, der geschützte Pflanzen pflückt, anhalten und die Personalien feststellen, ihn vorübergehend von einem Ort verweisen und unberechtigt gesammelte Pflanzen oder Gegenstände sicherstellen.


Veränderungen

Naturschutzwächter haben außerdem die Aufgabe, ungenehmigte Veränderungen in der Natur dem Landratsamt zu melden. Dazu gehören zum Beispiel Schwarzbauten, Aufschüttungen und wilde Müllablagerungen. Hauptproblempunkte sind die Freizeitaktivitäten während der Sommermonate im Bereich der Naturschutzgebiete. Hier gelten verschiedene Einschränkungen, um die Tier- und Pflanzenwelt zu schützen. Die Naturschutzwächter kontrollieren ihre Bezirke monatlich zwischen 15 und 20 Stunden und halten ihre Beobachtungen in sogenannten Streifenberichten fest. Für ihren Zeit- und Fahraufwand erhalten sie eine geringe pauschale Aufwandsentschädigung, wie das Landratsamt weiter mitteilt. red