Einen ungewöhnlichen Verlauf hatte eine Festnahme in der Nacht zum Donnerstag. Kurz nach Mitternacht kontrollierte eine Streife der Polizeiinspektion Coburg eine Personengruppe im Hofgarten. Ein 21-Jähriger flüchtete vor den Polizisten. Er hatte eine kleinere Menge Betäubungsmittel bei sich, die er in einem Gebüsch entsorgen wollte. Die Polizisten holten den Mann aus Weiden schnell ein und nahmen ihn fest. Bei der Fesselung leistete er erheblichen Widerstand und verletzte dabei zwei Polizisten, außerdem beleidigte er sie mit Kraftausdrücken. Und er drohte den Beamten, dass er sie vollkoten würde (so formuliert es die Polizei), wenn diese ihn nicht gehen lassen würden. Das versuchte er dann auch: Obwohl mit Handschellen gefesselt, zog der 21-Jährige seine Hose herunter und hatte Stuhlgang. Danach versuchte er mehrfach, die Beamten mit seinem kotverschmierten Hinterteil abzudrängen, damit sie ihn loslassen. Die Polizisten gaben jedoch nicht nach und nahmen den Weidener mit auf die Dienststelle. Dort wurde ihm Blut entnommen, es soll auf Drogen hin untersucht werden. Ein Alkotest erbrachte einen Wert von 0,68 Promille.
Gegen den Weidener wird nun unter anderem wegen tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte sowie Beleidigung ermittelt. "Alle polizeilichen Maßnahmen wurden von einem mehr als unangenehmen Geruch begleitet", heißt es im Polizeibericht. Nach der Sachbearbeitung wurde der Mann entlassen und die Räume gelüftet. red