Bürgermeister Max-Dieter Schneider (SPD) begrüßte die Gäste in der Remise des Klosterbräu zur Informations- und Gründungsveranstaltung zum Dorfladen in Ebrach. Das Interesse war tatsächlich sehr hoch. Es kamen rund 140 Personen, wie die Verwaltungsgemeinschaft mitteilt.

Wolfgang Gröll von der Firma newway GmbH wurde im vergangenen Sommer von der Gemeinde Ebrach beauftragt, eine Strukturuntersuchung zur Nahversorgung in Ebrach durchzuführen, deren Abschluss im besten Fall zur Gründung eines Dorfladens führt. Dazu fand sich nach einer ersten Informationsveranstaltung im vergangenen Herbst ein Arbeitskreis Dorfladen zusammen, der mit großem Engagement an dem Projekt arbeitet. Zu Beginn des Jahres wurde in diesem Zusammenhang eine Umfrage zum Einkaufsverhalten in Ebrach und allen Ortsteilen durchgeführt. Die Ergebnisse stellte Gröll nun vor.

Insgesamt wurde die Umfrage gut angenommen. Es kamen rund 33 Prozent der ausgeteilten Fragebögen zurück. Kernaussagen dabei waren, dass sich eine Vielzahl der Ebracher einen Dorfladen wünscht und der Bedarf für eine Nahversorgung groß ist. Das Schlagwort "verpackungsfrei" wurde außerdem oft in der Umfrage genannt und könnte damit starkes Argument und ein Alleinstellungsmerkmal gegen mögliche Mitbewerber sein, führt Wolfgang Gröll weiter aus. Der Umstand, dass viele Ebracher nach Gerolzhofen zum Einkaufen fahren, habe ihn ebenfalls überrascht.

Neben der Umfrage stellt Gröll außerdem mögliche Standorte für einen Laden in Ebrach vor. In der ursprünglichen Betrachtung standen acht Liegenschaften zur Diskussion. Bei einer Standortbegehung zusammen mit der Gemeinde um Bürgermeister Schneider wurde die Auswahl auf drei Standorte begrenzt. Laut Gröll sei "noch nichts in Stein gemeißelt." Man würde vielmehr noch alle Varianten betrachten, hätte aber bereits mit einem Grundstück der Gemeinde einen Favoriten.

Erste Anteile sind gezeichnet

Anschließend konnten erstmalig Anteile an einem Dorfladen gezeichnet werden. Die Mindest-Einlage betrug dabei 300 Euro. Wolfgang Gröll betonte in diesem Zusammenhang, dass es keine spätere Nachschusspflicht geben werde und dass die Zahlung erst bei einer tatsächlichen Umsetzung des Projektes erfolge. Bereits 49 Personen zeichneten während der Versammlung die Anteile. Bürgermeister Schneider wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass auch jederzeit später noch Anteile gezeichnet werden können. Wer Interesse habe, sich zu beteiligen, kann jederzeit auf den Markt Ebrach (Telefon 09553/922017) zukommen. red