Eine beeindruckende Bilanz zog die Freiwillige Feuerwehr Kasendorf bei ihrer Generalversammlung. So berichtete Kommandant Michael Groß, dass die Einsatzstunden von 281 Stunden im Jahr 2016 auf 649 im Jahr 2017 gestiegen sind.
Die Einsatzgebiete im Jahr 2017 erstreckten sich bei 45 Einsätzen von Brand- und Hilfeleistungseinsätzen bis hin zu Sicherheitswachen. Die Hochwassereinsätze schlagen hier mit 18 Einsätzen zu Buche. Die gesamten Einsatzstunden der Wehr wurden im Jahr 2017 im Vergleich zu den Vorjahren mehr als verdoppelt.


Zwei Großeinsätze

Hervorzuheben bei der großen Zahl der Einsätze sind die beiden Einsatztage 3. Juni 2017, als die Wehr wegen des Unwetters in Kulmbach schon alleine zu 16 Einsätzen gerufen wurde, oder der Einsturz eines Hallendaches der Firma Maja in Kasendorf am 3. Oktober 2017.
Der Kommandant bedankte sich bei der Jugendfeuerwehr, die die Fahrzeughalle neu gestrichen hat, sowie bei der Gemeinde für die Unterstützung bei dringend nötigen Neuanschaffungen.
Jugendwartin Sabine Groß-Funke berichtete auch über ein sehr erfolgreiches Jahr der Jugendfeuerwehr. So hätten im Jahr 2017 sechs Jugendliche am Wissenstest "Unfallverhütung in der Feuerwehr" und "Persönliche Schutzausstattung und Dienstkleidung" teilgenommen. Alle Teilnehmer haben mit sehr guter Leistung bestanden.


Jugend trainiert fleißig

Um diese Leistung zu erzielen, sind 27 Jugendübungen zu diesem Thema nötig gewesen. Ende 2018 möchte die Jugendfeuerwehr wieder am Wissenstest mit dem neuen Thema "Fahrzeugkunde" teilnehmen. Hierfür üben die Jugendlichen 14-tägig immer mittwochs.
Im Rahmen der Ehrungen verdienter Feuerwehrkameraden wurde Friedrich Herold aus Lindenberg besonders gewürdigt. Herold wurde für 40 Jahre aktiven Dienst in der Feuerwehr Kasendorf geehrt. Er erreichte bereits nach sieben aktiven Jahren das Leistungsabzeichen in Gold-Rot im Jahre 1984. Weiter erwähnenswert ist, dass Friedrich Herold im Jahre 1997 durch sein beherztes Eingreifen bei einem Großbrand in Lindenberg das Übergreifen der Flammen auf andere Gebäude verhindern konnte.
Ludwig Hösch, ein ebenso verdienter Feuerwehrmann aus Kasendorf, wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Ludwig Hösch konnte an der Versammlung nicht teilnehmen.
Für zehn Jahre aktiven Dienst in der Feuerwehr wurden Andreas Weggel, Michael Zboron und Markus Weißschädel geehrt, sowie für 20 Jahre Manuel Hübner.
Zum Ende der Versammlung bedankte sich der Vorsitzende Jürgen Hübner bei allen Mitgliedern und stellte fest, dass der Feuerschutz in Kasendorf sehr gut aufgestellt ist und sich die Kasendorfer Bürger über eine intakte Feuerwehr sicher sein können.
Hübner hatte eingangs Bürgermeister Bernd Steinhäuser und den zuständigen Kreisbrandmeister Stefan Heidenreich begrüßt. Bürgermeister Steinhäuser stellte fest, dass in der Kasendorfer Wehr nun wieder Kameradschaft herrscht, und erwähnte, dass die Hochwassereinsätze der Feuerwehren immer mehr werden. Das Gemeindeoberhaupt bedankte sich bei der Wehr für die Ausrichtung mehrerer Veranstaltungen in Kasendorf.


Gute Zusammenarbeit

Weiter erwähnte der Bürgermeister die übergreifende Zusammenarbeit bei der Ausbildung und bei Einsätzen der Feuerwehren aus weiteren Ortschaften des Gemeindegebietes. So wird derzeit bei der Ausbildung mit "kleineren" Feuerwehren zusammengearbeitet, die nicht die Ausrüstung hätten wie die Feuerwehr Kasendorf, aber die Feuerwehrkameraden der anderen Wehren bei Einsätzen mit eingesetzt werden können. Dies sei wichtig und werde sehr begrüßt, um die Sicherheit in Zukunft zu gewähren.
Kreisbrandmeister Stefan Heidenreich unterstrich ebenfalls die hervorragende Zusammenarbeit mit anderen Wehren im Markt Kasendorf bei seiner Begrüßungsrede.
Thomas Eschenbacher