Im Eiltempo geht es für die DJK Bamberg weiter. Zum Abschluss der zweiten Englischen Woche in der Bayernliga empfängt das Don-Bosco-Team am Sonntag (15 Uhr) das ambitionierte Team der SpVgg Ansbach, das mit der Empfehlung anrückt, dem als Spitzenreiter angereisten TSV Großbardorf alles abverlangt und einen Zähler (1:1) abgeknöpft zu haben.
Die Gäste sind zwar nicht optimal gestartet, jedoch erheblich stärker einzuschätzen als in der zurückliegenden Spielzeit, wo sie als Rangsiebter über die Ziellinie schritten. Vor allen Dingen im Offensivbereich ist heuer noch mehr Qualität vorhanden, denn mit dem Ex-Ammerthaler Torjäger Tom Abadjiew gewannen die Ansbacher einen mit allen Wassern gewaschenen Angreifer für sich.
Das Trainerduo Marco Schülein und Duane-Carl Collins ist dadurch in der Lage, an vorderster Front systemvariabel zu agieren. Der 25-jährige Abadjiew (aktuell 2 Tore/Vorsaison 12) und der zwei Jahre jüngere Patrick Kroiß (1/24) können sowohl als Doppelspitze als auch auf der Außenbahn eingesetzt werden. Mit dem erst 21 Jahre alten Sven Landshuter (3/11) steht ein weiterer flexibler Stürmer zur Verfügung.
Für die Absicherung dieses Quartetts zeigt sich Kapitän Christoph Hasselmeier zuständig, der als "Sechser" die Fäden im Mittelfeld zieht, "tödliche" vertikale Bälle spielt und in der letzten Saison 16-mal selbst einnetzte. Der 27-jährige Linksfuß genoss seine fußballerische Ausbildung in der U17 des FC Bayern und U19 bei Greuther Fürth, ist seit neun Jahren "Dauerbrenner" der Mittelfranken und sorgt als Leader für die Balance im Team.


Ansbach mit viel Potenzial

Vergleicht man die bisherigen Auftritte zwischen beiden Klubs, stellt man fest, dass drei der fünf Konkurrenten identisch waren. Die SpVgg gewann bei den Würzburger Kickers glatt mit 0:4, während die Wildensorger dort eine überflüssige 1:2-Niederlage quittierten. Gegen Erlangen-Bruck verlor Ansbach 1:5 und in Forchheim 2:4, Bamberg siegte 3:1 gegen die Brucker und brachte jüngst einen 1:0-Erfolg von den Jahnlern mit. Die Truppe aus der mittelfränkischen Regierungshauptstadt deutete ihr immenses Potenzial im Heimspiel gegen Großbardorf einmal mehr an und hat die zu Rundenbeginn gezeigten Schwächen in der Chancenverwertung und Nachlässigkeiten in der Zweikampfführung ausgemerzt.
Mario Bail und seine Schützlinge werden die schwierige Aufgabe mit gemischten Gefühlen ins Visier nehmen, denn die Ansbacher gewannen das vorjährige Aufeinandertreffen in Wildensorg mit 3:0 und verbuchten im Rückspiel einen Höhepunkt der besonderen Art. Sie waren lange Zeit chancenlos und lagen bis zur 86. Minute mit 0:3 zurück. Von Minute 87 bis 94 folgten für die DJK dann noch drei Einschläge. Der 38-jährige Bail rang nach Fassung ob des unfassbaren Erlebnisses, doch der umtriebige Coach scheint seitdem an den richtigen Schrauben gedreht zu haben. Bail verbesserte körperliche sowie mentale Elemente und hob sein Team damit auf ein höheres Level, was sich in den derzeitigen Leistungen und im Gesamtergebnis (Tabellenplatz 2) widerspiegelt.
In Forchheim stach erneut der Schachzug, den als Innenverteidiger überzeugenden Christopher Kettler gegen Ende der Partie in die Spitze zu beordern. Kettler stellte mit dem Siegtor seine Kopfballstärke unter Beweis. Doch Bail tritt gerne auf die Euphoriebremse. "Wir können uns schon einschätzen. Ansbach hat überragende Leute in der Offensive, aber wir sind in guter Verfassung und schwer zu bespielen. Es wird eine Frage der Kräfte."
DJK Bamberg: Edemodu, Glos - Allgaier, Esparza, P. Hoffmann, Jessen (?), Kettler, Leicht, Müller, Niersberger, Rosiwal, Schmauser, Schmoll, Spies, Straub, Strobler, Trawally, Wunder, Zoumbare (?)