Das Europäische Flakonglasmuseum in Kleintettau, im Dezember 2008 eingeweiht, befindet sich auf Expansionskurs. Fast 70 000 Besucher haben die Einrichtung bisher begutachtet. Aufgrund mehrfacher Erweiterungen - mittlerweile stehen 600 Quadratmeter Ausstellungsflächen zur Verfügung - genießt das Museum in Fachkreisen einen hohen Stellenwert.
Schließlich ist das museale Angebot durch hochkarätige Exponate aus unterschiedlichsten Epochen Schritt für Schritt verbessert worden. Neben über 2000 Jahre alten Raritäten aus der aktiven Welt - sie entstanden noch mit der hochkomplizierten Sandkerntechnik - begeistert vor allem die Dauerausstellung "Parfümflakons - eine Zeitreise durch das 20. Jahrhundert".
Mit über 2500 aussagestarken Objekten bereichert Beatrice Frankl aus München die Kleintettauer Museumslandschaft. Schließlich haben die Kleintettauer "Glasbewahrer" mit ihrem Vorsitzenden Carl-August Heinz den Trend richtig erkannt, denn schon längst hat sich das Sammeln von Parfümklassikern zu einem eigenen Markt entwickelt.
Und die Münchnerin - sie verfügt über 6000 Exponate - hat sich in den letzten Wochen erneut mit viel Herzblut engagiert und die Präsentation am Rennsteig mit ihren bemerkenswerten Sammelobjekten erweitert und neu gestaltet. Bis zum Oktober 2018 besteht nun die Möglichkeit, in Kleintettau die neuen Exponate - vor allem die zauberhafte Welt von "Dior" aus Frankreich, zu bewundern. Außerdem sind weitere Klassiker und Duftüberraschungen aktuell integriert worden. Die Attraktion schlechthin ist seit Montag die Dior-Kollektion. Sie versprüht Glanz und Glamour der vornehmen Welt und sie verleitet förmlich zum Träumen.
Das erste Parfum "Miss Dior" entstand im Jahr 1947 zu Ehren von Christian Diors Schwester Katharina. Im Jahr 1948 wurde die Firma "Christian Dior Parfums" in New York gegründet und ein Jahr später der Duft "Diorama" lanciert. Auch dieser Flacon kam aus dem Hause Baccarat. Das Parfum "Miss Dior" kam dann 1956 in einem Baccarat-Flacon auf den Markt und wurde ein echter "Renner".
Museumsleiter Sandro Welsch: "Der Franzose wollte vor allem die Frauen schöner und glücklicher machen und mit seinen Produkten den Glauben an eine bessere Zukunft zum Ausdruck bringen." Schließlich sei "Dior" eine Ikone der Parfumwelt. Unter bis heute nicht vollständig geklärten Umständen starb Christian Dior im Jahr 1957 während eines Kuraufenthaltes in Italien. Yves Saint Laurent übernahm die künstlerische Leitung der Firma und führte das Unternehmen zu weiteren Erfolgen.
Zur Eröffnung der musealen Neuheiten würdigte der Zweite Vorsitzende der Glasbewahrer, Wolfgang Hammerschmidt, die umfassende Unterstützung der Münchnerin Beatrice Frankl, die seit sechs Jahren Münchner Glanz in den Tettauer Winkel gebracht habe. Vorbildliche Arbeit habe vor allem auch das Museumsteam - an der Spitze Sandro Welsch und Jana Buhrow - geleistet. Ebenfalls würdigte er die Unterstützung durch Ute Schaller. Weiter kündigte Hammerschmidt zum "Zehnjährigen" im Jahre 2018 eine Erweiterung durch eine umfangreiche DDR-Ausstellung an. Die museale Fläche werde dann 700 Quadratmeter betragen.